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Brandenburg: Windkraft-Ausbau hat sich weiter verlangsamt

28.01.2020 - Potsdam (dpa/bb) - In Brandenburg hat sich der Ausbau der Windkraft im vergangenen Jahr weiter verlangsamt. 73 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 240 Megawatt (MW) kamen hinzu, wie der Bundesverband Windenergie (BWE) und VDMA Power Systems am Dienstag unter Berufung auf Zahlen des Beratungsunternehmens Windguard mitteilten. Im Jahr 2018 waren es dem BWE-Landesverband Berlin-Brandenburg zufolge noch 91 Anlagen gewesen. Dennoch wurden in dem Bundesland im deutschlandweiten Vergleich die meisten Windräder an Land gebaut. Brandenburgs Anteil am gesamtdeutschen Zubau lag demnach bei 22,3 Prozent.

  • Rote Positionslichter leuchten an Windrädern im Windenergiepark «Odervorland» im Landkreis Oder-Spree. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Rote Positionslichter leuchten an Windrädern im Windenergiepark «Odervorland» im Landkreis Oder-Spree. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die bundesweite Ausbaukrise in der Windkraft hat auch das Bundesland erfasst: Seit 2016 sank die Zahl der neuen Windenergieanlagen jedes Jahr, wie es vom BWE-Landesverband hieß. 2017 waren es demnach noch 171 neue Anlagen. Landesverbands-Vorsitzender Jan Hinrich Glahr sprach von einem massiven Einbruch. «Wir scheitern nicht nur bei unseren Klimazielen, sondern steuern auch auf eine Versorgungslücke zu», kritisierte er. Der Verband begründete den Rückgang unter anderem mit Hürden bei den Baugenehmigungen.

In ganz Deutschland fiel der Zuwachs der Windenergieanlagen an Land laut BWE und VDMA Power Systems 2019 auf den niedrigsten Stand seit Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000. Insgesamt seien im vergangenen Jahr bundesweit 1078 Megawatt oder 325 Anlagen hinzugekommen. Die Branchenverbände forderten die Politik zum Handeln auf. Bei einer wachsenden Stromnachfrage sei ein Zubau von rund 5000 Megawatt pro Jahr erforderlich, um das Ziel eines Anteils von 65 Prozent der erneubaren Energien am Stromverbrauch bis 2030 zu erreichen.

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