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Brandenburg setzt auf mehr Impfzentren und mobile Impfteams

14.01.2021 - Brandenburg liegt insbesondere bei der Impfung der Bewohner von Pflegeheimen deutlich hinter den anderen Bundesländern. Daher sollen in dem Flächenland mehr mobile Impfteams losgeschickt werden. Auch die Zahl der Impfzentren wird ausgebaut.

  • Eine Corona-Schutzimpfung wird durchgeführt. Foto: Markus Schreiber/AP POOL/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Corona-Schutzimpfung wird durchgeführt. Foto: Markus Schreiber/AP POOL/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Brandenburg will nach einem holprigen Impfstart die Kapazitäten ausweiten, damit die Bürger schneller gegen das Coronavirus geimpft werden. Dafür sollen bis Ende Februar in allen 14 Landkreisen und vier kreisfreien Städten Impfzentren errichtet werden, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte. Bislang waren bis Anfang Februar elf Impfzentren geplant. Zudem solle die Zahl der mobilen Impfteams erhöht werden, damit alle Bewohner in Alten- und Pflegeheimen bis Mitte Februar ein Impfangebot erhielten. Dies hatten Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Mittwochabend bei einer Videokonferenz mit Landräten und Oberbürgermeistern vereinbart.

Für die Impfung der über 80-Jährigen, die zu Hause leben, sollen neben den Impfzentren auch freie Kapazitäten der Krankenhäuser genutzt werden, wie die Staatskanzlei berichtete. Für die Impfung von Personen in häuslicher Pflege sollen auch die mobilen Impfteams eingesetzt werden.

«Wir rechnen mit einer Beteiligung von etwa 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung. Es wäre aber gut, wenn sich noch mehr impfen lassen», sagte Woidke. Besonders wichtig sei, dass Beschäftigte im Pflege- und Gesundheitswesen teilnähmen. «Von einer Impfpflicht halte ich zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nichts - zumal der Impfstoff dafür im Moment gar nicht da wäre», betonte Woidke.

«Der geplante deutliche Ausbau der Impfkapazitäten im Land Brandenburg müsse durch entsprechende Impfstofflieferungen des Bundes abgesichert sein», forderte Nonnemacher mit Blick auf die aktuell begrenzten Impfstoffmengen. «Wir setzen darauf, dass der Bund seine Zusagen einhält.»

Seit dem 27. Dezember wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Brandenburg insgesamt 27 102 Menschen geimpft. Bei den Impfungen pro 1000 Einwohner lag das Land mit 10,7 nach Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag auf dem achten Platz der 16 Bundesländer und über dem Bundesdurchschnitt von 10,1. Mit 2545 Impfungen von Pflegeheimbewohnern lag Brandenburg auf dem vorletzten Platz vor Thüringen.

Unterdessen blieb die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages in Brandenburg weiter hoch. Dem Gesundheitsministerium wurden am Donnerstag 1053 neue Fälle gemeldet. Am Mittwoch waren es 956 neue Ansteckungen. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung stieg um 56 auf 1688.

Aktuell werden 1099 Patienten in Krankenhäusern behandelt, 255 davon intensivmedizinisch, 188 müssen beatmet werden. Landesweit sind insgesamt 630 von 718 Intensivbetten belegt, wie aus Zahlen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) vom Donnerstag hervorgeht. 88 Intensivbetten sind demnach noch frei, weitere 309 könnten binnen einer Woche aufgestellt werden.

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