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Brandenburg will Gaststätten bald wieder öffnen

06.05.2020 - Seit rund sechs Wochen sind Restaurants in Brandenburg wegen des Coronavirus dicht - nur das Abholen und Liefern von Speisen ist möglich. Nun bahnt sich ein Ende der Schließung an, das die Branche herbeisehnt.

  • Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg, spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Christophe Gateau/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg, spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Christophe Gateau/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Brandenburg will voraussichtlich ab Mitte Mai wieder den Besuch von Gaststätten ermöglichen. Das ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ein Vorschlag für die nächste Kabinettssitzung, die bisher für Freitag geplant ist. Die Lokale sollen nicht nur im Außenbereich, sondern auch innen wieder Gäste empfangen können. Die «B.Z.» aus Berlin berichtete zuvor, dass Restaurants in Berlin und Brandenburg ab 15. Mai wieder öffnen dürfen. Hotels und Pensionen sollten dagegen - ebenfalls unter strengen Hygieneauflagen - erst am 25. Mai wieder aufmachen.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) beriet am Mittwoch mit den übrigen Länderchefs und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über weitere Lockerungen der Corona-Regeln. Woidke wollte am Mittwoch um 18.00 Uhr über die Ergebnisse der Vereinbarungen von Bund und Ländern informieren. Die Spitzen der Kenia-Koalition im Landtag hatten sich wie Innenminister Michael Stübgen (CDU) zuvor offen dafür gezeigt, dass Gaststätten allmählich wieder öffnen - unter Einhaltung strikter Abstands- und Hygieneregeln.

In Brandenburg sind Gaststätten seit rund sechs Wochen zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus geschlossen - nur Abhol- und Lieferdienste sind möglich. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Brandenburg hatte die Lage der Branche als katastrophal bezeichnet. Mehrere Bundesländer hatten angekündigt, die strengen Verbote für die Gastronomie zu lockern. Niedersachsen will das Essengehen ab 11. Mai unter Auflagen erlauben.

Brandenburgs Dehoga-Präsident Olaf Schöpe wies auf die angespannte Lage hin. «Ich glaube, Geldverdienen wird in diesem Jahr so schwierig wie selten», sagte Schöpe der Deutschen Presse-Agentur. Hygiene- und Abstandsregeln führten dazu, dass mancherorts Hotels und Gaststätten nur mit halben Kapazitäten an den Markt gehen könnten. Die Erleichterung über geplante Lockerungen im Gastgewerbe sei bereits vielerorts zu spüren. «Ich habe noch nie erlebt, dass die Menschen so froh sind, wieder arbeiten zu dürfen.» Schöpe erneuerte seine Forderung nach Unterstützung für Betriebe in Corona-Notlage.

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