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Brandenburger Firma stellt Produktion auf Spuckschutz um

27.03.2020 - Viele Firmen bangen wegen der Corona-Krise ums Überleben. Eine Werbeagentur im Norden von Berlin wird kreativ - und stellt ihre Produktion kurzfristig auf das um, was in diesen Tagen nachgefragt wird.

  • Stefan Flöter vom brandenburgischen Werbeunternehmen Bosl steht neben einem Spuckschutzkasten. Foto: Paul Zinken/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Stefan Flöter vom brandenburgischen Werbeunternehmen Bosl steht neben einem Spuckschutzkasten. Foto: Paul Zinken/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Eine Werbeagentur im Norden von Berlin hat ihre Produktion auf Spuckschutzwände umgestellt - und sichert so ihren Mitarbeitern das Einkommen. Vor zwei Wochen stellte die Firma Bosl in Oberkrämer (Oberhavel) die erste Schutzwand für eine Apotheke im Ort her, dann ging die standardisierte Massenanfertigung los. «Mal sehen, wie lange das Acrylglas noch reicht», sagt Grafiker Stefan Flöter am Freitag. Auch da gebe es schon Probleme mit Lieferketten. Zuvor berichtete die «Märkische Allgemeine Zeitung» über das Unternehmen.

Eigentlich stellt die Agentur typische Werbemittel her: Lichtreklame, Autobeschriftungen, Hinweistafeln. Aber auch Logos und Designkonzepte werden entwickelt. «Viele Aufträge sind uns weggefallen oder wurden pausiert», erklärt Flöter.

Um die 15 Mitarbeiter weiterbeschäftigen zu können, kam die Idee mit den Spuckschutzwänden. Rund 1200 Quadratmeter Acrylglas wurden bereits verarbeitet, pro Schutzwand geht ungefähr ein halber Quadratmeter Material drauf. Die Firma liefert an Apotheken, Arztpraxen und Supermarktketten in ganz Deutschland. Auch Bodenaufkleber mit der Aufschrift «Bitte Abstand halten» hat Bosl im Angebot. Die Aufträge kämen vor allem durch Mundpropaganda rein, sagt Flöter.

Zehn der Mitarbeiter standen laut Flöter schon vor der Umstellung an den CNC-Fräsen und am Laser in der Produktion, die kreativen Köpfe nehmen nun Aufträge entgegen und kümmern sich um den Vertrieb. Derzeit arbeitet die Firma an einer Schutzbox, die auf Intensivstationen verwendet werden kann. Sie soll Ärzte und Pfleger schützen, wenn der Patient beispielsweise husten muss. Ein Prototyp soll kommende Woche an einer Klinik getestet werden.

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