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Brandenburger Kinder können zurück in Schulen und Kitas

12.05.2020 - Endlich wieder Schule: Die Hälfte der Brandenburger Schüler hat bisher noch nicht wieder Unterricht in ihrer Klasse - das soll sich ändern, wenigstens tageweise. Auch für die Kita-Kinder.

  • Ein Schüler läuft an einem Hinweisschild vorbei. Foto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/ZB © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Schüler läuft an einem Hinweisschild vorbei. Foto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/ZB © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Schulen und Kitas in Brandenburg öffnen in der Corona-Krise wieder für alle - aber eingeschränkt. Alle Brandenburger Kinder können ab 25. Mai bis zu den Sommerferien Ende Juni wieder in die Schule oder Kita gehen - zumindest tageweise. Das kündigte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Potsdam an. Die Klassen 1 bis 4 sollen zwei Tage pro Woche zum Unterricht in die Schule, die Klassen 5 und 6 einen Tag. Die Klassen 7 und 8 in weiterführenden Schulen können die Schule mehrere Tage im Wechsel besuchen. In die Kitas sollen alle Kinder ohne Betreuungsmöglichkeit wenigstens einmal pro Woche gehen können. Wann Unterricht und Betreuung wieder im Regelbetrieb stattfinden, ist noch offen.

Die Ministerin machte deutlich, dass weiter Abstands- und Hygieneregeln gelten: «Was wir machen können, hängt ab vom Infektionsgeschehen», sagte Ernst. «Je vernünftiger wir sind, desto mehr Spielräume haben wir in Schule und Kita.» Derzeit ist etwa die Hälfte aller Schüler wieder in den Schulen, andere bekommen Unterricht über das Internet. In den Kitas ist aktuell ein Drittel der Kinder in der Notbetreuung untergebracht, die für Kinder von Eltern wichtiger Berufe etwa in Gesundheitswesen oder Polizei sowie für Alleinerziehende gilt. Die Sommerferien beginnen am 25. Juni.

GRUNDSCHULEN: Ab 25. Mai können die Klassen 1 bis 4 wieder zur Schule gehen, die Klassen 5 und 6 sind schon da. Erst- bis Viertklässler werden an zwei Tagen in der Woche in der Schule unterrichtet, Fünft- und Sechstklässler nur noch an einem Tag. Wenn genug Räume und Lehrkräfte da sind, kann das Angebot für die Klassen 5 und 6 ausgeweitet werden. Wo der Schülerverkehr entsprechend organisiert werden kann wie in den Städten, kommen Erst- bis Viertklässler zwei- bis dreimal vormittags, Fünft- und Sechstklässler zwei- bis dreimal nachmittags.

GESAMTSCHULE, OBERSCHULE, GYMNASIUM: Ab 25. Mai können die Leistungs- und Begabtenklassen 5 und 6 an Gymnasien sowie die Klassen 7 und 8 wieder in die Schule gehen - montags, mittwochs und freitags für die eine Hälfte, dienstags und donnerstags für die andere Hälfte. Nach einer Woche wird gewechselt. Dieses Modell gilt im Moment schon für die Neunt- und Zehntklässler. Mindestens zweimal pro Woche soll Unterricht in der Schule sein. Er wechselt sich mit Homeschooling - Lernen zuhause mit Betreuung durch Lehrkräfte etwa über Internet - ab. Zehntklässler sind noch bis zum Ende der Prüfungen in der Schule.

KITAS: Kinder, deren Eltern bisher nicht unter die Notfallbetreuung fallen und keine Betreuung organisieren können, haben voraussichtlich ab 25. Mai die Möglichkeit zum Kita-Besuch. Sie sollen mindestens einmal in der Woche an einem festen Tag in festen Gruppen betreut werden. Die Regelung soll auch für die Sommerferien gelten. «Uns ist wichtig, dass alle Kinder soziale Kontakte haben, Bildung und Betreuung erfahren», sagte die Ministerin. Die Kinder freuten sich auch darauf, ihre Freunde wiederzusehen. Das Angebot kann ausgeweitet werden, dabei sollen Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung Vorrang haben. Ernst bat darum, nach weiterem Platz zu suchen - etwa in Bürgerhäusern. Geprüft werden soll mehr Personal und das Teilen von Kita-Plätzen. Das Ministerium will zudem ein Modellprojekt zum Einsatz pädagogischer Online-Angebote für Kitas durch Erzieher im Homeoffice starten.

KINDERTAGESPFLEGE: Hier soll wieder im normalen Betrieb betreut werden. Alle Kinder können wieder aufgenommen werden.

KRITIK: Die Linke-Fraktion im Landtag kritisierte, Ernst habe damit nur einen Plan für vier Wochen vorgelegt. «Schule im Schichtbetrieb ohne verlässliche Personalzahlen ist Augenwischerei», meinte die Linke-Bildungsexpertin Kathrin Dannenberg. «Und während das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Brandenburg hochgefahren wird, haben Eltern wiederum keine klare Perspektive, was die Kitabetreuung betrifft.» Viele Eltern müssten also weiter zu Hause bleiben und könnten nicht arbeiten gehen.

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