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Cannabis-Plantagen in Wohnungen: Fünf Männer vor Gericht

17.04.2018 - Berlin (dpa/bb) - In einem Prozess um Cannabis-Plantagen in mehreren Berliner Wohnungen und einer Autowerkstatt stehen fünf Männer vor dem Landgericht. Die illegale Aufzucht soll im Juni 2017 im Stadtteil Kreuzberg begonnen haben. Nachdem die Polizei diese Plantage entdeckt und 70 Pflanzen sichergestellt hatte, hätten vier der mutmaßlichen Drogenhändler im Alter von 28 bis 35 Jahren drei weitere Plantagen aufgebaut, heißt es in der am Dienstag zu Prozessbeginn verlesenen Anklage. Ob sich die Männer zu den Vorwürfen äußern werden, blieb zunächst offen.

  • Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: D.- W. Ebener/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: D.- W. Ebener/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nachbarn hatten Angaben zufolge mit einem Hinweis an die Polizei die Ermittlungen ins Rollen gebracht. Zwei der Angeklagten sowie zwei weitere Männer seien beobachtet worden, als sie Cannabispflanzen aus einer Wohnung geholt und auf einen Pritschenwagen geladen hatten. Nach der polizeilichen Auflösung der Plantage in Kreuzberg habe ein 35-Jähriger bei einer bislang unbekannt gebliebenen Person im Ausland sieben Pakete mit insgesamt knapp 2000 Cannabis-Setzlingen bestellt. Eines der Pakete mit 324 Pflanzen hätten Zollbeamte im September 2017 am Flughafen Köln-Bonn beschlagnahmt.

Drei der mutmaßlichen Drogenhändler befinden sich seit November in Untersuchungshaft. Das Verfahren gegen einen sechsten Angeklagten wurde vor Verlesung der Anklage abgetrennt. Der 33-Jährige sei erkrankt, hieß es. Der Prozess wird am 20. April fortgesetzt.

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