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Charité eröffnet Coronavirus-Untersuchungsstelle: Schulen zu

03.03.2020 - Nach den ersten nachgewiesenen Infektionen mit dem neuen Coronavirus bleiben mehrere Schulen geschlossen. Und es stehen weitere Testergebnisse an. Die Charité reagiert.

  • Der Schriftzug "Charite" an einem der Eingänge der Charite. Foto: Paul Zinken/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Schriftzug "Charite" an einem der Eingänge der Charite. Foto: Paul Zinken/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach dem Nachweis erster Coronavirus-Fälle in Berlin hat die Charité am Dienstag eine Untersuchungsstelle für Patienten mit Infektionssymptomen eröffnet. Die Einrichtung auf dem Campus Virchow-Klinikum solle als Modellprojekt für andere Krankenhäuser in Berlin und Brandenburg fungieren, teilte Sprecherin Manuela Zingl mit. Drei Schulen in der Hauptstadt wurden unterdessen geschlossen.

Bislang sind drei Coronavirus-Infektionen in Berlin nachgewiesen worden. Darunter ist auch eine Lehrkraft. Zahlreiche Kontaktpersonen werden getestet. Am Dienstagnachmittag wollte die Senatsverwaltung für Gesundheit weitere Informationen bekannt geben.

Die Charité teilte mit, die Untersuchungsstelle auf dem Gelände des Virchow-Klinikums solle Patienten schützen und die Notaufnahme entlasten.«Nur Patienten mit Symptomen sollten die Untersuchungsstelle direkt aufsuchen», betonte Sprecherin Zingl. Berliner, die befürchten, sich angesteckt zu haben, sollen demnach zunächst die Hotline der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit (030/90282828) oder ihren Hausarzt anrufen. Dort werde eine Empfehlung zum weiteren Vorgehen ausgesprochen.

Am Montagvormittag verteilte ein Arzt Mundschutz-Masken an die Wartenden vor der Untersuchungsstelle auf dem Klinikcampus, wie ein dpa-Reporter berichtete. Sie erhielten auch Wartenummern. Zudem sei ein weißes Zelt als Warteraum aufgebaut - die Anlaufstelle ist in Sichtweite des herkömmlichen Krankenhausbetriebs. Sie ist montags bis freitags von 8.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Dort werden Abstriche aus dem Nasen-Rachen-Raum genommen.

In Deutschland wurden nach bisherigem Stand rund 190 Fälle bestätigt, darunter mehr als 100 in Nordrhein-Westfalen. «Mit weiteren Fällen, Infektionsketten und auch Ausbrüchen in Deutschland muss gerechnet werden», sagte der Vizepräsident des Robert Koch-Instituts, Lars Schaade, am Dienstag. Die Gefahr für die Bevölkerung in Deutschland werde aktuell als «mäßig» eingeschätzt.

Nach den ersten nachgewiesenen Fällen in Berlin erwarteten die Behörden an diesem Dienstag weitere Testergebnisse. Als erster Fall war die Infektion eines 22-Jährigen aus Mitte bekannt geworden, am Montagabend dann zwei weitere Infektionen. Es handelt sich laut Senatsverwaltung für Gesundheit um einen Mann in Marzahn-Hellersdorf und eine Frau in Mitte. Sie sollen nicht mit dem Fall des erkrankten 22-Jährigen in Verbindung stehen. Der junge Patient wurde auf einer Isolierstation im Virchow-Klinikum der Charité behandelt.

Die Lehrkraft aus Marzahn-Hellersdorf habe sich offenbar auf einer Italien-Reise infiziert, hieß es. Der Mann war mit zwei Gruppen aus 74 Schülern sowie 6 Lehrkräften auf einer Skifahrt in Südtirol und entwickelte nach der Rückkehr Krankheitssymptome. Als Vorsichtsmaßnahme blieb die Emanuel-Lasker-Oberschule in Friedrichshain, an der der Patient unterrichtet, bis auf weiteres geschlossen. Schüler und Lehrer sollten zu Hause bleiben, bis die Testergebnisse der Kontaktpersonen vorliegen.

Nach der Emanuel-Lasker-Schule in Friedrichshain-Kreuzberg wurde auch ein nahe gelegener Teil der Modersohn-Grundschule geschlossen. Dabei gehe es um eine Filiale der Grundschule, die sich auf dem Gelände der weiterführenden Lasker-Schule befindet, sagte ein Sprecher der Senatsbildungsverwaltung am Dienstag. Auch die private Berlin Metropolitan School in Berlin-Mitte, die Vor- und Grundschule sowie die Sekundarstufe umfasst, stellte am Dienstag vorübergehend den Betrieb ein.

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