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Corona: FDP-Fraktionschef fordert Fahrplan

31.03.2020 - Berlins FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja fordert einen Fahrplan für den weiteren Umgang mit der Coronakrise in der Hauptstadt. «Die eingeführten restriktiven Maßnahmen mögen notwendig sein, jedoch zeichnen sich bereits jetzt massive Folgen für das soziale Miteinander und die Wirtschaft ab», erklärte Czaja auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. «Was wir jetzt dringend benötigen, ist ein Fahrplan, der schrittweise den Bürgerinnen und Bürgern den Zugang und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in Berlin wieder ermöglicht.»

  • Sebastian Czaja (FDP) spricht bei einer Plenarsitzung im Berliner Abgeordnetenhaus. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Sebastian Czaja (FDP) spricht bei einer Plenarsitzung im Berliner Abgeordnetenhaus. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Freiheit sei ein ein hohes Gut, argumentierte Czaja. «Jetzt gilt es also, die getroffenen Entscheidungen abzuwägen und zu hinterfragen.» Eine mögliche Übergangsphase zur Normalität könne auch durch das Nutzen von Gesichtsmasken, breit angelegte Schnelltests sowie umfangreiche Desinfektionsvorkehrungen gestaltet werden, sagte Czaja. «Jeder Einzelne hat die Verantwortung für seine Mitmenschen.»

Innensenator Andreas Geisel (SPD) sagte am Montag, es lasse sich noch nicht seriös einschätzen, ob sich das Verbreitungstempo bei den Ansteckungen verringert. «Das kann man tatsächlich erst Mitte April beurteilen.» Berlins CDU-Fraktionschef Burkard Dregger forderte, die aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen sollten bis zum 19. April verlängert werden. In der Woche nach Ostern sei der richtige Zeitpunkt zu entscheiden, ob die entsprechenden Maßnahmen verlängert werden sollten.

Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) erklärte ebenfalls am Montag: «So lange Corona eine akute Gefahr für die Bevölkerung ist, sind Beschränkungen sinnvoll und notwendig. Wir müssen aber immer wieder prüfen, ob sich die Pandemie auch mit weniger weitreichenden Maßnahmen eindämmen lässt.»

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