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Coronavirus in Brandenburg: Mann kam aus Südtirol-Urlaub

02.03.2020 - Lange wurde aus Brandenburg keine Coronavirus-Infektion gemeldet. Auch Tests von mehr als 100 Mitarbeitern der Freizeitanlage Tropical Islands blieben negativ. Dann aber kommen am Montagabend doch noch schlechte Nachrichten.

  • Blick auf den tropischen Freizeitpark Tropical Islands in der Nähe von Halbe. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Blick auf den tropischen Freizeitpark Tropical Islands in der Nähe von Halbe. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Brandenburg ist erstmals ein Mensch nachweislich an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. Es handle sich um einen 51-jährigen Mann im Landkreis Oberhavel, der kürzlich von einer Reise aus Südtirol zurückgekehrt sei, teilte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Tobias Arbinger, am Montagabend mit. Er sei positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden, inzwischen «häuslich isoliert» und in einem stabilen Zustand. Arbinger berief sich auf das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung.

An den vergangenen Tagen habe der Mann unter hohem Fieber gelitten. Mit grippalen Symptomen sei er schließlich in der Rettungsstelle der Oberhavel-Kliniken erschienen. Dem Sprecher zufolge war der Kranke bis zum 29. Februar im Urlaub in Südtirol.

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) sagte zu dem Fall: «Nun kommt es darauf an, die Infektionskette so schnell wie möglich zu unterbrechen. Das Gesundheitsamt Oberhavel wird sich deshalb darauf konzentrieren, alle Menschen ausfindig zu machen, mit denen der Corona-Patient in den vergangenen Tagen Kontakt hatte.» Nonnemacher kündigte für Dienstagmittag eine Pressekonferenz des Gesundheitsministeriums zur aktuellen Lage an.

Zuvor war für 104 betroffene Mitarbeiter des Erlebnisbads Tropical Islands in Krausnick (Dahme Spreewald) Entwarnung gegeben worden: Die Tests auf das neuartige Coronavirus seien für alle negativ ausgefallen, sagte ebenfalls Ministeriumssprecher Arbinger am Montagabend und verwies auf das Landratsamt in Lübben.

Ministerin Nonnemacher hatte am vergangenen Donnerstag bekanntgegeben, dass sich ein Coronavirus-Infizierter aus Nordrhein-Westfalen in dem Freizeitresort aufgehalten habe. Näheren Kontakt habe es aber nur zu Mitarbeitern gegeben, etwa bei der Essensausgabe. Sie galten daraufhin nach Definition des Robert Koch-Instituts als Kontaktpersonen zweiten Grades - das heißt, sie mussten nicht isoliert werden und der Test war freiwillig. Die Mitarbeiter wurden entgegen ersten Angaben des Freizeitresorts nicht freigestellt. Die Tests fanden am Freitag und Samstag statt.

Geplant war zunächst ein zweiter Test. «Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsministerium ist die zweite Beprobung der Resort-Mitarbeiter nicht mehr erforderlich», sagte Amtsärztin Astrid Schumann. «Sollten jedoch grippeähnliche Symptome mit Fieber, Husten und Schnupfen auftreten, ist ein weiterer Test durchzuführen.»

Nach Angaben des Landratsamts war der leicht erkrankte Familienvater aus dem NRW-Landkreis Heinsberg, der sich mit seiner Familie vom 20. bis zum 23. Februar als Bade- und Urlaubsgast im Tropical Islands aufgehalten hatte, nach seiner Rückkehr nach NRW positiv auf das Virus getestet worden.

Die meisten Infizierten haben eine leichte Erkältungssymptomatik mit Frösteln und Halsschmerzen oder gar keine Symptome. 15 von 100 Infizierten erkrankten schwer, hieß es vom Robert Koch-Institut in Berlin. Sie bekommen etwa Atemprobleme oder eine Lungenentzündung. Nach bisherigen Zahlen sterben ein bis zwei Prozent der Infizierten, weit mehr als bei der Grippe.

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