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Cottbus freut sich auf FC Bayern: Ärger um Medien-Ausschluss

16.06.2019 - Für den FC Energie Cottbus geht es in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Titelverteidiger FC Bayern. Die Vorfreude ist groß, Ärger gibt es beim Ex-Bundesligisten aber rund um die Mitgliederversammlung.

  • Claus-Dieter Wollitz ist zu sehen. Foto: Patrick Pleul/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Claus-Dieter Wollitz ist zu sehen. Foto: Patrick Pleul/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Cottbus (dpa/bb) - In finanziell schwierigen Zeiten kommt der FC Bayern München als Pokal-Gegner für Energie Cottbus genau richtig. Auch wenn der Fußball-Regionalligist, der wegen des Ausschlusses von Teilen der Medien bei der Mitgliederversammlung in der Kritik steht, sportlich wenig Chancen haben dürfte. «Wir sind der klare Außenseiter, werden dennoch alles geben. Ein Weiterkommen wäre eine absolute Sensation», sagte Trainer Claus-Dieter Wollitz. Nia Künzer, Weltmeisterin von 2003, hatte den Lausitzern am Samstagabend im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund das Traumlos für die erste Runde beschert.

Für den Drittliga-Absteiger wird das Duell mit dem Titelverteidiger zum Highlight des Jahres. «Mit der grandiosen Unterstützung unserer Fans können wir immer planen, die Hütte wird sicher randvoll sein», sagte Wollitz. Gespielt wird zwischen dem 9. und 12. August. Der genaue Termin wird frühestens in zehn bis zwölf Tagen veröffentlicht.

Nach dem bitteren Abstieg befindet sich der FC Energie in einer wirtschaftlich schwierigen Situation und suchte in den vergangenen Wochen schon nach Wegen, um Geld zu beschaffen. So stehen unter anderem Gastspiele von Borussia Dortmund und dem 1. FC Union Berlin zur Unterstützung an. Die Bayern werden dem Club nun mit Sicherheit ein ausverkauftes Stadion der Freundschaft bescheren und so für zusätzliche Einnahmen sorgen.

Der künftige Regionalligist Cottbus hatte sich im Finale des Brandenburger Landespokals gegen Optik Rathenow durchgesetzt und war so in den DFB-Pokal eingezogen. Zuletzt empfing Energie die Bayern 2009 im Bundesliga-Duell, die Münchner gewannen damals mit 3:1.

Vor der Auslosung hatten die Cottbuser für den Ausschluss von Medienvertretern bei der Mitgliederversammlung am Freitagabend deutlichen Gegenwind bekommen. Mitglieder des Clubs hatten sich beim Treffen am Freitagabend in einer Abstimmung dafür ausgesprochen, dass Berichterstatter des Rundfunks Berlin-Brandenburg das Stadion verlassen mussten. Reporter der «Lausitzer Rundschau» schlossen sich solidarisch an und verließen ebenfalls die Versammlung.

Der Vorstand der Landespressekonferenz Brandenburg protestierte in einer Stellungnahme gegen den Ausschluss. «Zwar ist es jedem Verein freigestellt, ob er eine Mitgliederversammlung öffentlich oder nicht-öffentlich durchführt», hieß es in der Mitteilung. «Ein Ausschluss einzelner Kollegen von der Berichterstattung ist aber inakzeptabel und ein Eingriff in die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung. Gerade ein Sportverein, der durchaus auch von öffentlichen Mitteln profitiert, sollte die grundgesetzlich garantierten Aufgaben der Presse respektieren.»

Energie verwies am Samstag darauf, dass die Mitgliederversammlung eine «nicht öffentliche Veranstaltung» sei und gemäß Vereinssatzung über die Zulassung von Gästen entscheide. «Die entsprechende Abstimmung über die Zulassung von Gästen wurde, wie in der Tagesordnung vorgesehen, durch die Versammlungsleitung durchgeführt», sagte Präsident Werner Fahle in einer Vereinsmitteilung. «Hierbei fiel das Votum gegenüber den anwesenden Vertretern des RBB mit großer Mehrheit ablehnend aus.» Die Vereinsverantwortlichen hätten kein Problem mit der Anwesenheit der Journalisten gehabt. Das Votum der Mitglieder sei bindend gewesen, sagte Fahle.

Auch die «Lausitzer Rundschau» bewertete das Vorgehen des Vereins negativ. «So zu selektieren ist unüblich und unprofessionell. Die kleinkarierte Abstimmung ist eines angesehenen Clubs unwürdig», kommentierte Chefredakteur Oliver Haustein-Teßmer.

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