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DRK plant nach Datenleck neues IT-Sicherheitskonzept

07.02.2020 - Auf DRK-Internetseiten in Brandenburg waren vertrauliche Daten einsehbar. IT-Experten prüfen, wie schlimm das Leck war - und wie so etwas verhindert werden kann. Auch bei der Stadt Potsdam gibt es Probleme mit der Internetsicherheit.

  • Glasfaserkabel führen zu einem Internet Switch in einem Serverraum. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Glasfaserkabel führen zu einem Internet Switch in einem Serverraum. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Potsdam (dpa/bb) - Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Brandenburg will nach Bekanntwerden eines Datenlecks ein neues IT-Sicherheitskonzept entwickeln. Es soll auf Grundlage von IT-Prüfungen ausgearbeitet werden, wie eine Sprecherin am Freitag sagte. Derzeit werde durch eine externe Firma erforscht, welche Daten genau zugänglich waren und ob Dritte darauf zugegriffen haben.

Anfang der Woche hatte das DRK Brandenburg die Sicherheitslücken bekannt gemacht. Unter anderem waren über das Anmeldeportal zu Erste-Hilfe-Kursen beim Landesverband persönliche Daten von Teilnehmern abrufbar. Auch die Seiten von drei Kreisverbänden waren betroffen, auf einer waren die Einsatzdaten von mehr als 111 000 Krankentransporten einsehbar. Die betroffenen Internetseiten wurden gesperrt.

Beim Paritätischen Wohlfahrtsverband in Brandenburg ist nach Angaben einer Sprecherin «definitiv nichts vorgefallen». Die IT-Sicherheit werde grundsätzlich regelmäßig upgedatet, das Leck beim DRK sei kein Anlass für eine gesonderte Überprüfung. Auch bei Caritas, Diakonie und Johannitern waren keine Lecks bekannt. Die Caritas und die Johanniter wollen aber aufgrund des Vorfalls beim DRK ihre IT-Sicherheit prüfen. Auch beim Verband Brandenburger Krankenhausträger gab es den Angaben nach kein Leck, allerdings würden auch keine sensiblen Daten gespeichert, hieß es.

Das DRK Brandenburg empfiehlt nach Angaben der Sprecherin den betroffenen Kreisverbänden, eine vom Bundesverband zur Verfügung gestellte IT-Software zu nutzen, die die aktuellsten Sicherheitsstandards erfülle. Die Entscheidung darüber liege aber bei den einzelnen Verbänden. Der Landesverband nutze die Software schon. Ob auch weitere DRK-Landesverbände betroffen sind, war nach Angaben des Generalsekretariats vom Freitag noch unklar. Es hatte die Verbände aufgefordert, ihre Sicherheitskonzepte zu prüfen.

Auch bei der Landeshauptstadt Potsdam gibt es Probleme mit der IT-Sicherheit. Nach einem Cyberangriff im Januar war die Stadtverwaltung zeitweise offline. Nach Angaben der Stadt wurden allerdings keine Daten abgegriffen. Noch sind nicht alle Online-Dienste wieder verfügbar, hieß es am Freitag. Beispielsweise können keine E-Mails empfangen werden. Bürger sind daher aufgefordert, alle Anträge per Post einzureichen. Auch Kartenzahlung sowie die Online-Terminvergabe ist nach Angaben der Stadt weiterhin nicht möglich. Gedulden müssen sich außerdem noch Bürger, die einen Wohnsitz an- oder ummelden möchten, ihr Fahrzeug außerhalb Potsdam zulassen oder Wohngeld und Bafög beantragen wollen.

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