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Diebstahl von Goldmünze: Leitender Ermittler im Zeugenstand

24.01.2019 - Berlin (dpa/bb) - Im Fall der spektakulär aus dem Berliner Bode-Museum gestohlenen Goldmünze haben mehrere Gutachten den Verdacht gegen die Angeklagten erhärtet. Ein Ermittlungsführer sagte am Donnerstag vor dem Landgericht, Aufnahmen von Überwachungskameras seien an Experten für eine Bildidentifikation gegeben worden. Es seien zudem DNA-Spuren an mutmaßlichen Tatwerkzeugen und Goldpartikel an später beschlagnahmten Kleidungsstücken sichergestellt worden. Dreieinhalb Monate nach dem Diebstahl seien 30 Objekte durchsucht und vier Haftbefehle vollstreckt worden.

  • Prozess wegen Diebstahls einer Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum wird fortgesetzt. Foto: Marcel Mettelsiefen © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Prozess wegen Diebstahls einer Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum wird fortgesetzt. Foto: Marcel Mettelsiefen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Vier junge Männer sollen in der Nacht zum 27. März 2017 die zwei Zentner schwere Münze «Big Maple Leaf» mit einem damaligen Goldwert von knapp 3,75 Millionen Euro gestohlen haben. Die Beute ist bis heute verschwunden. Ermittler vermuten, dass die Münze zerstückelt und verkauft wurde. Die deutschen Angeklagten im Alter von 20 bis 24 Jahren haben zu Prozessbeginn vor zwei Wochen geschwiegen.

Drei der deutschen Angeklagten gehören zu einer arabischstämmigen Berliner Großfamilie. Die beiden Brüder sowie ihr Cousin sollen über ein Fenster in das Museum eingestiegen sein. Das Trio soll dann eine Vitrine zertrümmert und das Goldstück mit Rollbrett und Schubkarre zu einem Fluchtauto geschafft haben. Ein 20-jähriger, mitangeklagter Wachmann soll die Örtlichkeiten ausgekundschaftet haben.

Zunächst sei der damals im Bode-Museum tätige 20-Jährige ins Visier der Ermittlungen geraten, sagte der 44-jährige Kriminalbeamte weiter. Es sei festgestellt worden, dass er zu einem der nun Mitangeklagten Kontakt hatte. Überwachungskameras hätten die mutmaßlichen Täter am S-Bahnhof Hackescher Markt gefilmt. Die Verdächtigen seien später für eine Bildidentifikation «vermessen und gescannt» worden. Der Prozess geht am 28. Januar weiter.

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