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Dienstwagen von Regierungschef im Mittelfeld bei CO2-Ausstoß

09.12.2019 - Potsdam (dpa/bb) - Der Dienstwagen von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) rangiert mit dem Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) im bundesweiten Vergleich auf dem sechsten Platz. Woidkes Mercedes S-Klasse von 2018 stoße im Realbetrieb 239 Gramm CO2 pro Kilometer aus, wie aus einer am Montag veröffentlichten Erhebung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hervorgeht. Der Diesel mit einer Leistung von 210 Kilowatt kommt auf einen Normverbrauch von sechs Litern pro 100 Kilometer. Im vergangenen Jahr landete Woidkes damaliger Dienstwagen mit 227 Gramm CO2 pro Kilometer auf dem achten Platz.

  • Dietmar Woidke, Vorsitzender der SPD Brandenburg, spricht beim Landesparteitag. Foto: Christoph Soeder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Dietmar Woidke, Vorsitzender der SPD Brandenburg, spricht beim Landesparteitag. Foto: Christoph Soeder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Den umweltschädlichsten Dienstwagen der Länderchefs hat laut DUH erneut Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD). Sein Mercedes stößt demnach real 408 Gramm CO2 pro Kilometer aus. Am umweltfreundlichsten ist dem Verein zufolge Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) unterwegs. Sein Dienstwagen - ein Hybrid-Mercedes E-Klasse - erzeugt laut DUH real 200 Gramm CO2 je Kilometer.

Brandenburg kommt mit seiner ganzen Dienstwagenflotte im Länderranking der DUH auf den fünftniedrigsten Durchschnittswert beim Ausstoß von CO2 im Realbetrieb. Innerhalb der Brandenburger Landesregierung pusten demnach die Dienstwagen der bisherigen Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) und des bisherigen Finanzministers Christian Görke (Linke) mit jeweils 252 Gramm CO2 pro Kilometer am meisten Kohlendioxid aus. Beide waren mit einem BMW 7er Hybrid unterwegs.

Die Definition realer Ausstoß der DUH ist nicht identisch mit den Angaben zum offiziellen CO2-Normausstoß der Autohersteller, die deutlich tiefer liegen. Bei ihrer eigenen Erhebung stützt sich die Umwelthilfe auf Daten des Umweltforschungsverbunds ICCT.

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