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Einbrüche in Pflegeheime: Drei Männer vor Gericht

10.02.2021 - Nach einer Serie von Einbrüchen in Berliner Senioren- und Pflegeheime hat am Landgericht der Prozess gegen drei Männer begonnen. Zwei der Angeklagten sollen sich Zugang zu Wohnungen verschafft haben. Sie sollen laut Ermittlungen Schmuck und Bargeld im Wert von mehr als 50 000 Euro erbeutet haben. Als dritter Angeklagter muss sich ein Juwelier wegen Hehlerei verantworten. Zu Prozessbeginn am Mittwoch erklärte der Verteidiger des 54-jährigen Angeklagten, sein Mandant trete den gegen ihn erhobenen Vorwürfen nicht entgegen. Er äußere sich allerdings nicht zu Mittätern.

  • Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die 54- und 47-Jährigen sollen in der Zeit von Mai bis September 2020 berlinweit ältere Menschen bestohlen haben. Sie hätten als Mitglieder einer Bande agiert, so die Anklage. Mehrfach seien Opfer von einem der Täter unter einem Vorwand aus der Wohnung gelockt worden. Dabei hätten sich die Einbrecher als Paketboten oder Handwerker ausgegeben. So habe einer der Hauptangeklagten im Fall einer 93-Jährigen behauptet, für sie sei ein Paket angekommen, das im Erdgeschoss gegen Leistung einer Unterschrift auf sie warte. Der falsche Paketbote habe darauf geachtet, dass die Tür nur zugezogen wurde. Der Komplize habe sich dann Zugang verschafft. 

Angeklagt sind knapp 30 Taten - 96 Jahre alt das älteste Opfer. Neun Mal sollen die Einbrecher in Wohnungen eingedrungen sein. In den meisten Fällen sei die mutmaßliche Bande allerdings nicht zum Zuge gekommen, weil sich Senioren nicht täuschen ließen und in der Wohnung blieben oder beim Verlassen die Tür zugeschlossen hätten. 

Die drei Angeklagten wurden im September festgenommen. Die 54- und 47-Jährigen, denen unter anderem schwerer Bandendiebstahl zur Last gelegt wird, befinden sich seitdem in Haft. Der Juwelier, der erbeuteten Schmuck über sein Geschäft veräußert haben soll, ist gegen Auflagen frei. Der Prozess wird am 12. Februar fortgesetzt. 

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