Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Einheitsfeier wird wegen Corona auf 30 Tage verlängert

24.06.2020 - Ein Gang über die Ländermeile mit Essen und Trinken - das ist für viele Gäste der typische Besuch der zentralen Feier am Tag der Deutschen Einheit im jeweiligen Gastgeberland. Daraus wird diesmal zwar nichts - es gibt aber ein umfangreiches Alternativprogramm.

  • Kathrin Schneider (SPD), Ministerin und Chefin der Staatskanzlei. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Kathrin Schneider (SPD), Ministerin und Chefin der Staatskanzlei. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Fest zum Tag der Deutschen Einheit wird in diesem Jahr zum 30-jährigen Jubiläum in Potsdam wegen der Corona-Pandemie auf 30 Tage verlängert. Ein Streifzug durch die Bundesländer oder ein Besuch von Bundestag, Bundesrat oder Bundesregierung soll dann anders aussehen: Es soll keine Zelte und keine zentrale Feier an wenigen Tagen mit Hunderttausenden Besuchern geben. «Wir gehen nicht mehr nur auf ein Wochenende», sagte Brandenburgs Staatskanzleichefin Kathrin Schneider (SPD) am Mittwoch. «Wir entzerren räumlich, wir entzerren zeitlich.» Ein Festakt als Höhepunkt am 3. Oktober ist zwar geplant, aber mit viel weniger Gästen. Jedes Jahr ist ein anderes Land Gastgeber der Einheitsfeier, diesmal Brandenburg.

EINHEITS-EXPO: Ab 5. September können Besucher unter dem Motto «30 Jahre - 30 Tage - 30 x Deutschland» in der Potsdamer Innenstadt eine Reise durch Deutschland unternehmen. Statt mit Pavillons können sich Bundesländer oder Verfassungsorgane mit einer Installation, einem einzigen Exponat oder im schwarz umrandeten Glaskasten («City Cube») präsentieren. Mehr als 20 Säulen sollen die Gäste durch Potsdam lotsen, digitale Infos zu Veranstaltungen geben und historische Filme einspielen, wie der Leiter Landesmarketing in der Staatskanzlei, Thomas Braune, sagte. Potsdam will sich als Ort der Wendebewegung, Wissenschafts- und Filmstadt zeigen. Offen ist, ob sich auch 30 Paare aus Ost und West mit ihrer Geschichte präsentieren.

FESTAKT: Der Höhepunkt der zentralen Einheitsfeier wird im Jubiläumsjahr kleiner ausfallen als geplant. In der Metropolishalle in Potsdam-Babelsberg werden Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundesratspräsident und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sowie die Vertreter von Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung und Bundesverfassungsgericht erwartet. Sollten ursprünglich 1400 Gäste eingeladen werden, rechnet die Brandenburger Staatskanzlei nun mit 240 Gästen, um die Vorgaben in der Corona-Zeit einzuhalten. Der Bundespräsident spricht bei einem Essen mit Bürgerdelegationen.

CORONA-AUFLAGEN: Die Hygieneregeln und der Mindestabstand von 1,5 Metern müssen während der 30 Tage eingehalten werden. In Potsdam sollen Desinfektions-Punkte aufgebaut werden. Außerdem sind vier der Digitalstelen, die Informationen bieten sollen, nach Angaben von Braune mit Kameras ausgerüstet. Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) schlug vor, das bisherige Konzept der Einheitsfeiern zu überdenken. «Vielleicht wird man im Nachgang überlegen, ob man die Feste nicht grundsätzlich ein Stück anders organisiert», sagte er.

GASTRONOMIE: Viele Besucher kommen Jahr für Jahr zu den Feiern am Tag der Deutschen Einheit, weil sie die Ländermeile - die Zelte der Bundesländer - besuchen. Ob bayerische Brezel oder rheinhessischer Wein - das kulinarische Angebot ist ein wichtiger Teil. Diesmal sind Essen und Trinken wegen der Corona-Pandemie direkt bei den Installationen nicht vorgesehen. Potsdams Oberbürgermeister wies aber darauf hin, dass die ansässigen Gastronomen die Gäste gern bewirteten und sich das ein oder andere einfallen ließen. Staatskanzleichefin Schneider sagte mit Augenzwinkern: «Ich will aber nicht ausschließen, dass wenn sich die Bayern dazu entschließen, einen bayerischen Tag in Potsdam zu veranstalten, es dann auch an ihrer Installation mal Brezel gibt.»

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren