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Enttäuschter Dardai: «Müssen langsam lernen»

10.03.2019 - Wie vor einer Woche unterläuft Hertha BSC wieder ein Eigentor. Diesmal entscheidet die Szene die Partie gegen die Berliner. Als Grund für das 1:2 sieht Trainer Dardai das Malheur nicht. Der Ungar verweist auf die immer gleichen Fehler.

  • Trainer Pal Dardai von Hertha steht am Spielfeldrand. Foto: Matthias Balk/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Trainer Pal Dardai von Hertha steht am Spielfeldrand. Foto: Matthias Balk/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Freiburg/Berlin (dpa) - Immer das Gleiche bei Hertha BSC: Die Berliner schaffen den Sprung auf das nächste Level einfach nicht. «Gleiche Fehler, gleiche Methode - dann muss man sagen, wir sind noch nicht so weit, um auf die nächste Stufe zu kommen», erklärte Pal Dardai am Tag nach dem 1:2 (0:1) in Freiburg. Berlins Trainer nennt immer wieder ähnliche Gründe: Den jungen Spielern fehle in der Fußball-Bundesliga noch die Erfahrung, die Gegentore fallen unglücklich. Diesmal war Vedad Ibisevic der Unglückliche. Wie in der Vorwoche Niklas Stark traf der Kapitän vorn und hinten ins Netz.

«Sie müssen langsam lernen», sagte Dardai am Sonntag. Wie schon beim 2:1-Sieg gegen Mainz am Spieltag zuvor brachte erst eine Halbzeit-Korrektur des Trainers und ein Gegentreffer Hertha in die Spur. Nach der Pause hatten die Berliner in Freiburg mehr vom Spiel, bleiben aber weiter neun Jahre sieglos im Breisgau. «Die Statistik kannst du in die Tonne schmeißen. Die Punkte sind nicht da, das ist schmerzhaft. Wenn du zusammenrechnest, ist es sehr peinlich, was wir schon liegengelassen haben. Das ist dann auch eine Frage der Qualität», bemerkte Dardai, überspielte mit einem Lächeln den Ärger.

Zwar ist die Tür zu einem Europacup-Platz mit 35 Punkten noch nicht endgültig zu. Fehlende Reife und Cleverness aber verhindern den nächsten Schritt nach oben. «Es sind junge Spieler, sie sind für drei Millionen Euro gekommen. Für sie ist es ein neues Land. Natürlich machen sie Fehler», beschrieb Dardai die Lage. Inzwischen habe sich das Team verbessert, die Marktwerte der Jungprofis seien gestiegen. «Das bedeutet nicht, dass wir gleich Champions League oder Europa League spielen», betonte der Trainer: «Wie viele Spiele waren knapp? Richtig erfahrene Spieler nehmen da was mit nach Hause.»

Wenn ein Routinier wie Ibisevic, der nach der Verletzung von Davie Selke wieder in der Startelf stand, dann nach seinem Ausgleich (76. Minute) noch ins eigene Tor köpft (81.), ist das zusätzlich bitter. «Er war sehr traurig», berichtete Dardai: «Das ist für ihn bei seinem Ehrgeiz doppelt so hart zu verarbeiten wie für andere Menschen.»

Am Eigentor wollten die Berliner die achte Saisonniederlage dann auch nicht festmachen. «Das ist unglücklich. Das war einfach Pech und ein sehr enttäuschender Moment für uns», sagte Mittelfeldspieler Marko Grujic. «Überhaupt keinen Vorwurf. Das ist schwer zu verteidigen. Er muss da hingehen», verteidigte Stark seinen Kapitän: «Wir haben sehr viel investiert, sind schmerzhafte Wege gegangen. Wir sind nicht belohnt worden.»

Der Treffer von Ibisevic auf der richtigen Seite (76.) reichte wegen des Malheurs nicht zu einem Punkt. Stark war am vergangenen Wochenende trotz seines Eigentors gegen Mainz noch zum Matchwinner geworden. Dardai erwägt nun, auf die Hilfe von höheren Mächten zu setzen, um den unglücklichen Lauf zu beenden. «Wir als Mannschaft müssen, glaube ich, langsam in die Kirche gehen. Was wir für Tore bekommen, das ist wirklich hart», sagte der 42-Jährige noch mit einem Schmunzeln.

Am Samstag kommt nun der gestürzte Tabellenführer Borussia Dortmund nach Berlin. Dardai sieht die derzeitige Situation als Vorteil für sein Team: «Sie müssen gewinnen, wir wollen gewinnen.» Der Ungar freut sich schon auf das Duell: «Volles Haus, große Stars - ein schönes Spiel, um sich zu messen.»

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