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Erneut Sicherungsverwahrung für Sexualstraftäter

09.04.2019 - Berlin (dpa/bb) – Ein Sexualstraftäter, der in Berlin nach einer Justizpanne aus der Sicherungsverwahrung entlassen werden musste und dann rückfällig wurde, ist erneut verurteilt worden. Sechs Jahre Haft verhängte das Landgericht am Dienstag gegen den 57-Jährigen und ordnete erneut anschließende Sicherungsverwahrung an. Der Angeklagte habe sich des mehrfachen Missbrauchs eines achtjährigen Mädchens sowie der Herstellung von Kinderpornografie schuldig gemacht, begründeten die Richter. Zu den Taten sei es von März bis August 2018 gekommen. Dem Mann wurde auferlegt, dem Opfer ein Schmerzensgeld in Höhe von 10 000 Euro zu zahlen.

  • Eine Puppe liegt am Straßenrand. Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Puppe liegt am Straßenrand. Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der 57-Jährige ist vielfach vorbestraft. 1992 hatte er im Vollrausch eine Frau getötet. Er wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Im Juni 2003 erhielt er wegen Missbrauchs seines eigenen Sohnes knapp sechs Jahren Gefängnis mit anschließender Sicherungsverwahrung. Im Juni 2015 aber musste der Sexualstraftäter entlassen werden, weil das zuständige Gericht nicht fristgerecht überprüft hatte, ob von dem Mann noch eine Gefahr ausgeht. Es sei wegen «starker persönlicher Überlastung» des zuständigen Richters gekommen, hieß es damals.

Der 57-jährige Staplerfahrer hatte sich nach seiner Entlassung mit einer sozial schwachen Familie in Berlin-Buch angefreundet. Über Monate hinweg sei es zu Übergriffen und rund 20 Taten gekommen, gab der Mann im Prozess zu. Die Staatsanwaltschaft hatte acht Jahre Haft und Sicherungsverwahrung verlangt. Der Verteidiger sprach sich gegen Sicherungsverwahrung aus. Einen konkreten Strafantrag stellte er nicht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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