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Ex-Schulleiter aus Forst muss 7000 Euro zahlen

19.02.2020 - Die Vorwürfe gegen einen Ex-Schulleiter aus Forst wiegen schwer: Er soll Kinder gegen den Hinterkopf geschlagen, vereinzelt sogar ins Gesicht gehauen und getreten haben. Das Gericht hat das Verfahren eingestellt. Welche Folgen hat das?

  • Ein Richterhammer liegt auf dem Tisch. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Richterhammer liegt auf dem Tisch. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Cottbus (dpa/bb) - Er stand wegen Misshandlungsvorwürfen vor Gericht - jetzt ist das Verfahren gegen den ehemaligen Schulleiter einer Grundschule in Forst (Spree-Neiße) gegen Zahlung von Geldauflagen vorläufig eingestellt worden. Der Mann muss insgesamt 7000 Euro zahlen, daraus sollen Teilbeträge in Höhe von 300 bis 500 Euro an acht Kinder «als Schadenswiedergutmachung» gehen, wie das Amtsgericht Cottbus am Mittwoch mitteilte. Das Brandenburger Bildungsministerium will sich beraten, welche Folgen die Entscheidung für den Mann beruflich haben soll, wie eine Sprecherin sagte. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe wurden dem Ex-Schulleiter der Kontakt zu Schülern untersagt, er durfte die Schule nicht mehr betreten.

Die Staatsanwaltschaft Cottbus hatte den Mann wegen Körperverletzung an acht Schülern angeklagt: in den überwiegenden Fällen soll er die Kinder gegen den Hinterkopf geschlagen, vereinzelt sogar getreten und ins Gesicht gehauen haben, so die Anklage. Insgesamt ging es um 23 Fälle im Zeitraum von September 2015 bis März 2017.

Zu Prozessbeginn hatte der Lehrer die Vorwürfe zurückgewiesen. Die Verteidigerin des Mannes hatte beantragt, externe Sachverständige hinzuzuziehen, die die Aussagen der Kinder überprüfen sollten. Die Schüler hätten widersprüchliche Aussagen gemacht. Die Auswertung könne Monate dauern.

Aus der Summe muss der ehemalige Schulleiter außerdem eine Zahlung an eine gemeinnützige Einrichtung aus dem Bereich der Opferhilfe leisten, wie das Gericht mitteilte. Die Einstellung sei mit der Zustimmung der Staatsanwaltschaft und des Angeklagten ergangen. Für die Zahlung der Geldauflagen hat der Mann sechs Monate Zeit. Zahlt er innerhalb dieser Frist nicht vollständig, würde das Verfahren wieder aufgenommen werden. Ansonsten wird es endgültig eingestellt.

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