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Experte: Lärm stört Fledermäuse auf Tesla-Gelände nicht

08.03.2020 - Die Rodungsarbeiten für den Bau der künftigen Tesla-Fabrik haben für Lärm gesorgt. Um die Fledermäuse auf dem Gelände muss man sich aber dennoch keine Sorgen machen, sagt ein Experte.

  • Die Schnauze einer Fledermaus. Foto: picture alliance/Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Schnauze einer Fledermaus. Foto: picture alliance/Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Motorenlärm, kreischende Kettensägen und laute Lastwagen: Die Rodung für die geplante Fabrik von US-Elektroautobauer Tesla in Grünheide nahe Berlin hat einem Experten zufolge den Fledermäusen dort nicht geschadet. «Sorgen um die Tiere muss man sich nicht machen», sagte Peter Busse vom Arbeitskreis Fledermäuse Sachsen-Anhalt der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe Beispiele, dass Fledermäuse auch unter Autobahnbrücken nisteten. Vom Verkehrslärm würden sie sich nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Busse kennt sich mit Fledermäusen und setzt sich seit mittlerweile 40 Jahre ehrenamtlich für den Schutz der auf der Roten Liste stehenden Säugetiere ein. Im nördlichen Sachsen-Anhalt betreut er die Tiere und sammelt auch wissenschaftliche Daten.

Auf einem ersten 90 Hektar großen Gelände für die Fabrik laufen die Arbeiten für Baufreiheit. Ab Mitte nächsten Jahres will Tesla in Grünheide bis zu 500 000 Elektrofahrzeuge herstellen. Vier Bäume stehen noch auf dem Areal. Dort verbringen Fledermäuse derzeit ihren Winterschlaf. Tesla hatte nach eigenen Angaben alle Bäume im Vorfeld der Fällungs- und Rodungsarbeiten in dem Bereich nach überwinternden Fledermäusen absuchen lassen. Dabei waren sie auf eine Höhle mit einer Zwerg- oder Mückenfledermaus sowie eine Höhle mit mindestens drei Großen Abendseglern gestoßen, die auf der Roten Liste stehen.

«Langsam werden Fledermäuse jetzt wach und verlassen ihre Winterunterkünfte», sagte Experte Busse. Seien sie einmal ausgeflogen, würden sie nicht zurückkehren. Sie steuerten dann ihre Zwischenquartiere an, über die sie in großer Auswahl verfügten.

Neue Behausungen wie Nistkästen seien in der Regel nicht notwendig, sagte Busse. Fledermäuse wählten meist ihre Unterkünfte selbst aus: Sie seien speziell geeignet für den Sommer, als Wochenstube oder für den Winterschlaf. Werden die Bäume dann wie geplant nach dem Ausflug der Fledermäuse gefällt, kehrten möglicherweise einige Exemplare in der nächsten Saison noch einmal zu «ihren Bäumen» zurück. «Sie merken aber schnell, dass sie nicht mehr da sind», so Busse. Sie hielten dann Ausschau nach anderen Schlafmöglichkeiten.

Der Große Abendsegler ist winzig und kann gerade einmal einen Daumen umklammern. Die Säuger wiegen etwa 30 Gramm - etwa so viel wie eine Scheibe Käse. Mit aufgespannten Flügeln misst er etwa 32 bis 40 Zentimeter. Abendsegler haben ein kurzes, sehr samtiges Fell. Sie fliegen fast so schnell wie eine Schwalbe.

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