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FDP kritisiert neuen «Premiumstandort» für VBB

09.01.2020 - Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg zieht im nächsten Jahr in neue Räume. Nun gibt es Kritik an den Kosten aus dem Abgeordnetenhaus.

  • Sibylle Meister sitzt bei einer Versammlung der FDP Berlin. Foto: Jörg Carstensen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Sibylle Meister sitzt bei einer Versammlung der FDP Berlin. Foto: Jörg Carstensen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin (dpa/bb) - Die FDP hat den geplanten neuen Sitz des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) nahe des Ostbahnhofes in Berlin-Friedrichshain als zu teuer und «überdimensioniert» kritisiert. Der Anstieg der Mietkosten für den «Premiumbürostandort» um fast 250 Prozent bei gleichzeitiger Erhöhung der Fahrpreise für Bus und Bahn sowie der Landeszuschüsse für den VBB sei nicht akzeptabel, sagte die haushaltspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Sibylle Meister, der Deutschen Presse-Agentur. Zudem sei nicht nachzuvollziehen, warum die neuen Räume im Vergleich zum bisherigen Standort in der Hardenbergstraße am Bahnhof Zoo von 2513 auf 3872 Quadratmeter vergrößert werden.

«Ausgleichen dürfen diese völlig überdimensionierte Anmietung die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, anstatt mit dem Geld den ÖPNV weiterzuentwickeln, auszubauen und den Umstieg darauf attraktiver zu machen», so Meister. Da der VBB viele Partner in Brandenburg habe, könne er dort auch seinen Standort haben, regte sie an.

Der VBB hat rund 100 Mitarbeiter und will die neue Geschäftsstelle am Stralauer Platz ab Februar 2021 nutzen. Dann läuft der Mietvertrag für die alten Räumlichkeiten aus, das Gebäude wird dann voraussichtlich abgerissen. Die Miete steigt laut einer Vorlage der Verkehrsverwaltung für die Haushaltsberatungen von gut 32 000 Euro netto auf gut 110 000 Euro im Monat - zuzüglich Nebenkosten. Der Quadratmeterpreis erhöht sich von 12,89 Euro auf 28,48 Euro, wie aus einer der dpa vorliegenden Antwort der Verkehrsverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage der FDP hervorgeht.

Der VBB, der den Nahverkehr in Berlin und Brandenburg maßgeblich organisiert und unter anderem für die Aufteilung der Einnahmen an die Verkehrsunternehmen und die Tarife zuständig ist, wies die Kritik zurück. «Es gibt keinerlei Zusammenhang zwischen der Höhe der Fahrpreise, deren Einnahmen an die Verkehrsunternehmen gehen, und den Kosten für unsere Räumlichkeiten», sagte eine Sprecherin.

Zudem verwies der VBB auf die generell gestiegenen Gewerbemieten in Berlin. Gesucht worden sei ein Mietobjekt mit sehr guter Anbindung an ÖPNV und Regionalverkehr, um eine gute Erreichbarkeit für Partner und Kunden aus Berlin und Brandenburg sicherzustellen. Das sei mit dem neuen Sitz in Berlin gewährleistet. Außerdem lebten hier die meisten VBB-Beschäftigten. Im Gesellschaftervertrag sei die Hauptstadt als Firmensitz festgelegt.

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