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Fan-Demo und Durchhalteparolen bei Hertha

21.01.2021 - Bruno Labbadia kennt sich mit der Dramaturgie des Untergangs aus. Er hat ihn bei diversen Bundesliga-Clubs erlebt. Mit der Hertha sieht sich der Trainer aber noch nicht am Ende. Gegen Bremen soll sich sein verunsichertes Team richtig wehren und endlich Punkte liefern.

  • Manager Michael Preetz (l) und Präsident Werner Gegenbauer stehen im Stadion. Foto: Soeren Stache/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Manager Michael Preetz (l) und Präsident Werner Gegenbauer stehen im Stadion. Foto: Soeren Stache/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Eine Fan-Demo, Durchhalteparolen und Spekulationen um prominente Ersatzkandidaten wie Ralf Rangnick: Hertha BSC muss nach dem Absturz auf den 14. Platz der Fußball-Bundesliga nicht nur ganz schnell den Abstiegskampf aufnehmen. Der öffentliche Gegenwind wird immer stärker. «Wer in der Verantwortung steht, muss sich auch Kritik stellen», kommentierte Manager Michael Preetz die Ankündigung einer Protestkundgebung gegen ihn und Club-Präsident Werner Gegenbauer für diesen Samstag vor dem Olympiastadion. «Man muss seinen Überzeugungen folgen und Ausdruck verleihen. Deswegen gehen wir gemeinsam gegen die Situation an», sagte Preetz.

Deutlich knapper fiel Preetz' Antwort auf die Frage nach den Spekulationen um ein Engagement von Ralf Rangnick als möglichem großem Retter der Berliner aus. «Gar nichts», sei an diesen Gerüchten dran, meinte der 53-Jährige bei der digitalen Pressekonferenz vor der Partie gegen Werder Bremen am Samstag (18.30 Uhr/Sky). Möglicherweise war der Manager aber auch der falsche Adressat der Frage, könnte der ehemals starke Mann von RB Leipzig bei der Hertha doch nicht nur Trainer Bruno Labbadia, sondern in einem Streich auch Preetz ersetzen.

Labbadia will sich nicht um seine Zukunft kümmern, sondern glaubt weiter an eine Wende unter seiner Regie. «Erstmal geht es um die Situation und weniger um mich. Wir können alle die Tabelle lesen und wissen, dass wir aufgrund der Ergebnisse immer mehr unter Druck sind. Das ist normal», sagte der Trainer. Labbadia versprach intensive Arbeit, um wieder auf Kurs zu kommen. «Jetzt gilt es, die Ärmel hochzukrempeln, sich gegen Widerstände zu wehren und nicht mit einer Angst reinzugehen», sagte er.

Die zuletzt verunsicherte Mannschaft bräuchte nach drei Spielen ohne Torerfolg Unterstützung. «Wir müssen mit Überzeugung rangehen. Das werden wir tun», sagte Labbadia. Mit möglichen Verstärkungen im noch bis Anfang Februar laufenden Transferfenster wollte sich Labbadia auch nicht beschäftigen. «In so einer Situation über den Kader zu sprechen, wäre nicht richtig. Wir haben den Kader, wie er ist», sagte der Hertha-Coach. Preetz bezeichnete Medienberichte über eine mögliche Verpflichtung von Alejandro Gómez von Atalanta Bergamo als «Frage im Konjunktiv». Trotz des sportlichen Niedergangs sei unverändert keine Transferoffensive in diesem Winter geplant.

Personell sind die Optionen für Labbadia aber begrenzt. Er muss weiter hoffen, dass bei Matheus Cunha die strapazierte Leiste hält und der Brasilianer alle seine Fußball-Lust aktiviert. Von Streitigkeiten zwischen Cunha und dem ebenfalls 21-Jährigen Mattéo Guendouzi in der Kabine oder auf der Rolltreppe des Olympiastadions in der Halbzeitpause beim 0:3 gegen Hoffenheim wusste Labbadia nichts. Emotionen seien grundsätzlich willkommen. Man müsse sie nur «ins Positive ummünzen», forderte Labbadia.

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