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Frau in ihrer Wohnung beinahe getötet: Angeklagter schweigt

22.06.2020 - Sechs Monate nach einem beinahe tödlichen Angriff auf eine 37 Jahre alte Frau in ihrer Wohnung in Berlin-Lichtenberg hat der mutmaßliche Täter vor dem Landgericht geschwiegen. Dem 50-Jährigen, der einschlägig vorbestraft ist, wird versuchter Mord zur Last gelegt. Er habe die Frau, die er flüchtig kannte, heimtückisch attackiert, heißt es in der zu Prozessbeginn am Montag verlesenen Anklage. Unvermittelt habe er mit einem Messer auf die Geschädigte eingestochen und sie massiv gewürgt. Es habe Lebensgefahr bestanden. Nachbarn seien auf die Schreie des Opfers aufmerksam geworden und hätten die Polizei alarmiert.

  • Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der deutsche Angeklagte ist mehrfach wegen Gewalttaten vorbestraft. Als 19-Jähriger habe er in Nordrhein-Westfalen eine Frau getötet und sei wegen Mordes zu einer mehrjährigen Jugendstrafe verurteilt worden, hieß es am Rande des Prozesses. In Berlin sei er zuletzt ohne festen Wohnsitz gewesen.

Die 37-Jährige sagte als Zeugin vor Gericht, sie und der Angeklagte hätten sich wenige Wochen vor der Tat kennengelernt. Als er sie in der Nacht zum 21. Dezember nach einem Treffen nach Hause begleitete, hätten sie sich zunächst «nett unterhalten». Beim Verabschieden habe sie dann ein Küchenmesser in seiner Hand gesehen. Wortlos habe er in ihre Richtung gestochen und sie am Bauch getroffen. «Dann würgte er mich, ich verlor zwischendurch das Bewusstsein.» Als sie wieder zu sich gekommen sei, habe sie sich verzweifelt gewehrt und um Hilfe geschrien. Er habe sie immer wieder geschlagen und auch gebissen. «Dann kam die Polizei.»

Der Mann wurde im Dezember 2019 noch am Tatort festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind zwei weitere Verhandlungstage bis zum 2. Juli vorgesehen.

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