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Galeria Karstadt Kaufhof will weniger Filialen schließen

03.07.2020 - Nach Verhandlungen mit den Vermietern sieht der Handelsriese Galeria Karstadt Kaufhof wieder eine Zukunft für einige seiner von der Schließung bedrohten Häuser. Der Standort Potsdam soll dazu gehören.

  • Das Logo von Galeria Karstadt Kaufhof klebt an einem Schaufenster. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo von Galeria Karstadt Kaufhof klebt an einem Schaufenster. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) will nach Zugeständnissen von Vermietern sechs Filialen weniger schließen als ursprünglich geplant. Für die Karstadt-Warenhäuser in Potsdam, Dortmund, Nürnberg Lorenzkirche und Goslar und die Kaufhof-Filialen in Chemnitz und Leverkusen gebe es jetzt wieder eine Zukunftsperspektive, teilte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Miguel Müllenbach, am Freitag in einem Mitarbeiterbrief mit.

In schwierigen Verhandlungen sei es gelungen, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so anzupassen, dass die Filialen fortgeführt werden könnten, betonte der Manager, der selbst das Verhandlungsteam führte. Für die übrigen 56 Warenhäuser auf der Schließungsliste gebe es angesichts hoher Mieten und soziodemographischer Standortnachteile allerdings weiterhin «keine wirtschaftliche Fortführungsperspektive».

Erst vor zwei Wochen hatte der Handelsriese zum Entsetzen vieler Mitarbeiter und der betroffen Kommunen die Schließung von insgesamt 62 Filialen in 47 Städten angekündigt. Der GKK-Generalbevollmächtigte Arndt Geiwitz betonte damals: «Dieser Schritt ist ohne Alternative, weil diese Filialen den Gesamtbestand des Unternehmens gefährden.» Wenig später wurde bekannt, dass der Konzern auch 20 von 30 Niederlassungen der Tochter Karstadt Sports und bis zu 24 Filialen von Karstadt Feinkost schließen will.

Galeria Karstadt Kaufhof war durch die pandemiebedingte Schließung aller Filialen in eine schwere Krise geraten und hatte Anfang April Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen müssen. Der Konzern rechnet durch die Pandemie und den durch sie ausgelösten Konjunkturabschwung bis Ende 2022 mit Umsatzeinbußen von bis zu 1,4 Milliarden Euro.

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