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Gedenkstätte: Weit weniger Besucher als vor Corona

11.01.2021 - Mit der Corona-Pandemie sind im einstigen Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit in Berlin-Hohenschönhausen die Besucherzahlen drastisch gesunken. 2020 kamen genau 107 051 Interessierte, teilte die Gedenkstätte am Montag mit. Das seien etwa 350 000 Besucher weniger gewesen als noch 2019.

  • Der Wachturm auf der Außenmauer der Stasigefängnis-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Wachturm auf der Außenmauer der Stasigefängnis-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Gedenkstätte mit original erhaltenen Verhörräumen und Zellen war dreieinhalb Monate für das Publikum komplett geschlossen. Von Juni bis Oktober gab es demnach Führungen in kleinen Gruppen mit besonderen Hygiene- und Schutzvorschriften. Nur im Januar und Februar sei der Zustrom ähnlich wie 2019 gewesen, hieß es.

«Der Besucherrückgang ist ein schwerer Einschnitt für uns», sagte Gedenkstättenleiter Helge Heidemeyer. Insbesondere für die freiberuflichen Guides sei es bitter, dass ihre Arbeitsmöglichkeiten weggebrochen sind. Der Zuspruch nach dem ersten Lockdown ermutige aber, nach der jetzigen Schließung sofort wieder zu starten.

Die Gedenkstätte habe indessen ihr Online-Angebot ausgebaut, berichtete Heidemeyer. Für die sozialen Medien entstanden demnach die Reihen «Hinter verschlossenen Türen» und «ReferentInnen stellen sich vor», bei denen Besucherreferenten ihre Erfahrungen schilderten.

Die Gedenkstätten-Stiftung wurde im Jahr 2000 gegründet. Sie erforscht die Geschichte des Haftortes und das System der DDR-Justiz. Zudem wird mit Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen informiert, um nach eigenen Angaben die Auseinandersetzung mit den Folgen politischer Verfolgung in der kommunistischen Diktatur anzuregen. Die Gedenkstätte wird vom Land Berlin und dem Bund gefördert. In Hohenschönhausen hatte die Stasi von 1951 bis 1989 mehr als 11 000 Menschen inhaftiert.

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