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Gegendemonstranten blockieren Neonazi-Demonstration

03.10.2020 - Am Tag der Deutschen Einheit wollen im Berliner Stadtteil Hohenschönhausen mehrere hundert Neonazis demonstrieren. Gegendemonstranten blockieren die Route.

  • Ein Beamter trägt die Dienstwaffe am Gürtel. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Beamter trägt die Dienstwaffe am Gürtel. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mehrere Hundert Menschen haben sich am Samstag in Berlin-Lichtenberg einem Aufmarsch der rechtsextremen Partei «Der III. Weg» in den Weg gestellt. Dabei kam es auch zu gewaltsamen Zwischenfällen. «Es sind vereinzelt Steine und Flaschen in Richtung der Einsatzkräfte geworfen worden», sagte ein Polizeisprecher. Am Abend hieß es zudem, ein Beamter sei mit einer übelriechenden Flüssigkeit übergossen worden. Nach Angaben der Polizei wurden die Identitäten von mehreren mutmaßlichen Angreifern aufgenommen - einige wenige Menschen wurden in Gewahrsam genommen.

Es seien Polizisten verletzt worden - wie viele, das konnte der Sprecher zunächst nicht sagen. Es habe wiederholt Versuche von Gegendemonstranten gegeben, auf die Seite der Rechten durchzudringen. Die Polizei habe die Kontrolle über den Einsatz aber nicht verloren.

Rechtsextreme hatten eine Demo unter dem Motto «Ein Volk will Zukunft» angemeldet. Die Gegendemonstranten verhinderten laut Polizei mit einer Sitzblockade, dass der Zug am S-Bahnhof Wartenberg starten konnte. Eine angebotene Alternativroute habe der Veranstalter abgelehnt. Am Samstagabend löste sich die Menschenmenge nach einer Abschlusskundgebung der Rechten nach Polizeiangaben langsam auf. Insgesamt hatten die Beamten rund 300 Menschen aus dem rechten Spektrum und mehrere hundert Gegendemonstranten gezählt.

Ob auch Demonstranten verletzt wurden, war zunächst unklar. Bereits am Nachmittag hatten die Polizei berichtet, dass rund um die S-Bahnhöfe Wartenberg und Hohenschönhausen Gegenstände auf die Straße gezogen. «Hier und da wurde auch Pyrotechnik gezündet.»

Unter anderem das «Berliner Bündnis gegen Rechts» hatte angekündigt, den Aufmarsch am Tag der Deutschen Einheit blockieren zu wollen. «Mit vielfältigem Protest und Blockaden werden wir den Nazis keinen Meter überlassen», hieß es in der Ankündigung.

In der Hauptstadt sind am Tag der Deutschen Einheit verschiedene Demonstrationen von Rechten, Linken und Gegnern der Corona-Maßnahmen angemeldet. Die Polizei war mit rund 2700 Polizisten im gesamten Stadtgebiet im Einsatz.

Für den späteren Samstagabend war noch eine Demonstration in Friedrichshain geplant. Wenige Tage vor der geplanten Räumung des linksradikalen Symbolhauses Liebigstraße 34 wollen Unterstützer demonstrieren.

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