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Geister-Derby: Rabenschwarzer Tag für Hertha oder Union?

22.05.2020 - Die Umstände sind außergewöhnlich. Der sportliche Reiz bleibt. Zumal Hertha nach dem 0:1 im Hinspiel gegen den Aufsteiger unbedingt Wiedergutmachung will. Die unbequemen Unioner können auf einen Vorteil in der Statistik verweisen.

  • Unions Christopher Trimmel (l) kämpft gegen Dodi Lukebakio von Hertha BSC um den Ball. Foto: Andreas Gora/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Unions Christopher Trimmel (l) kämpft gegen Dodi Lukebakio von Hertha BSC um den Ball. Foto: Andreas Gora/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Es ist das zweite Derby Hertha kontra Union in der Fußball-Bundesliga. Zuvor gab es noch vier Aufeinandertreffen in Liga zwei. Hertha BSC kommt mit dem Schwung des 3:0-Sieges im ersten Spiel unter dem neuen Chefcoach Bruno Labbadia bei 1899 Hoffenheim. «Wir wollen an die Leistung vom letzten Wochenende anknüpfen und die Situation annehmen, wie sie ist», erklärte der Trainer.

Der 1. FC Union setzt die positive Erfahrung aus dem 1:0 im Hinspiel An der Alten Försterei dagegen. «Das war ein rabenschwarzer Tag. Das war zu wenig von uns», erinnerte sich Hertha-Manager Michael Preetz. Inzwischen hat Hertha als Elfter mit 31 Punkten in der Tabelle den zwölftplatzierten Stadtrivalen (30) überholt.

WIEDERGUTMACHUNG: Das verlorene Derby am 2. November des Vorjahres ärgert die Hertha-Fans noch immer. Preetz sieht eine gute Chance zur Wiedergutmachung. «Hätten wir das erste Spiel verloren, würde ich genau gleich reden wie Hertha jetzt. Wir haben eine andere Ausgangsposition», sagte Union-Trainer Fischer.

SICHERHEITSLAGE: Das Hinspiel hatte nach Fanausschreitungen in beiden Lagern kurz vor dem Abbruch gestanden. Durch die Corona-Pandemie sind alle Zuschauer diesmal ausgeschlossen. Gastgeber Hertha und die Polizei haben derzeit keine Hinweise, dass sich Fangruppen am Olympiastadion oder an anderen Orten versammeln wollen.

GEISTER-DERBY: «Es ist ein Spiel unter besonderen Bedingungen, aber es bleibt ein Derby. Insofern wird es große Brisanz haben», erklärte Hertha-Manager Preetz: «Natürlich wird es kein Derby sein, wie es sich alle wünschen. Aber für die Spieler wird eins gelten: Wenn der Schiedsrichter anpfeift, sind sie total fokussiert.» Und Union-Trainer Urs Fischer meinte: «Ein Derbysieg bedeutet mir immer etwas.»

PERSONAL: Herthas Innenverteidiger Karim Rekik (Innenbanddehnung im Knie) und wohl auch Außenbahnspieler Marius Wolf (Bänderdehnung im Fuß) sind nicht dabei. Dem «Kicker» zufolge fällt auch Abwehrspieler Niklas Stark angeschlagen aus. Mittelfeldspieler Vladimir Darida ist nach Gelb-Sperre wieder zurück. Bei Union ist Innenverteidiger Keven Schlotterbeck nach der fünften Gelben Karte gesperrt.

STATISTIK I: Zum sechsten Mal treffen die beiden Berliner Clubs in einem Pflichtspiel aufeinandertreffen. Zweimal gewann bisher Union, einmal Hertha. Die weiteren zwei Partien endeten remis. Im heimischen Olympiastadion hat Hertha noch nie gegen Union gewonnen. Auch dieses Mal warnt Labbadia vor den Eisernen: «Sie wissen, was sie zu tun haben. Sie machen es sehr gut, sehr geschlossen. Sie arbeiten sehr, sehr gut. Urs Fischer hat dort tolle Arbeit geleistet. Union macht es jeder Mannschaft schwer.»

STATISTIK II: Von den bisherigen 35 Hertha-Tore wurden 20 im Positionsangriff erzielt, sechs im Umschaltverhalten sowie neun Treffer nach Standards. Union hat es schon auf 14 Standard-Tore gebracht. Und Achtung Hertha: Sieben Mal legte Kapitän Christopher Trimmel dabei erfolgreich Toptorjäger Sebastian Andersson (insgesamt 11) auf. Und kein Team schießt in der Bundesliga schneller seine Umschalttore als Union: Im Schnitt benötigen die Eisernen nur 5,1 Sekunden dafür - von der Balleroberung bis zum Treffer.

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