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Mann niedergestochen: Angeklagter entschuldigt sich

06.12.2019 - Berlin (dpa/bb) – Ein 50-Jähriger, der aus Eifersucht einen Kollegen seiner Ehefrau in einem Berliner Pflegeheim lebensgefährlich verletzt haben soll, hat vor dem Landgericht um Entschuldigung gebeten. Der Mann gab am Freitag zu, den 41-Jährigen mit mehreren Messerstiche angegriffen zu haben, er habe ihn aber nicht umbringen wollen, sagte der Familienvater zu Beginn des Prozesses. Weil er den Verdacht einer Affäre hatte, habe er in dem Heim in Friedrichshain mit dem Mann reden und ihm mit dem Messer drohen wollen. An einzelne Stiche könne er sich nicht erinnern. Die Anklage lautet auf versuchten Totschlag.

  • Eine Justitia mit verbundenen Augen und einer Waage am Eingang des Kriminalgerichts Moabit. Foto: Jens Kalaene/ZB/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Justitia mit verbundenen Augen und einer Waage am Eingang des Kriminalgerichts Moabit. Foto: Jens Kalaene/ZB/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Angeklagte, ein aus der Türkei stammender Taxifahrer, war am frühen Morgen des 14. Juni 2019 zur Arbeitsstelle seiner Ehefrau gefahren. Als er den 41-Jährigen sah, habe er den Mann «lautstark beschimpft, ihm die Tötung angekündigt und mit einem Messer mindestens neun Mal zugestochen», heißt es in der Anklage. Der Geschädigte, der sich mit Schlägen und Tritten gewehrt habe, sei unter anderem an der Lunge verletzt worden.

In der Erklärung des Angeklagten hieß es weiter, er wisse inzwischen, dass es keine Affäre des Geschädigten mit seiner Frau gegeben habe. Den Verdacht habe seine erwachsene Tochter kurz vor der Tat geäußert, weil seine Frau nicht nach Hause gekommen sei. Einige Tage zuvor habe sie ihm nach 20-jähriger Ehe angekündigt, dass sie sich trennen wolle. «Ihr Verhalten hatte ausschließlich mit unserer Ehe zu tun», so der zweifache Vater. Er hatte sich kurz nach der Tat auf einem Polizeiabschnitt gestellt. Der Prozess geht am 12. Dezember weiter.

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