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Geschäftsmann überfallen und Geldkoffer geraubt

25.06.2019 - Berlin (dpa/bb) – Knapp sieben Monate nach einem Überfall auf einen Geschäftsmann in Berlin-Wilmersdorf mit einer Beute von 233 000 Euro hat einer der Angeklagten vor dem Landgericht gestanden. Er habe sich von einem Mann, dem er das spätere Fluchtauto vermietet hatte, zu der Tat überreden lassen, erklärte der 31-Jährige am Dienstag zu Prozessbeginn. Der damals 66-jährige Geschädigte wollte Geschäftseinnahmen einzahlen, als er am Parkplatz der Bankfiliale angegriffen und beraubt wurde.

  • Prozess im Berliner Landgericht: Geschäftsmann überfallen und Geldkoffer geraubt. Foto: Paul Zinken/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Prozess im Berliner Landgericht: Geschäftsmann überfallen und Geldkoffer geraubt. Foto: Paul Zinken/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Es war 10.25 Uhr, als der Geschäftsmann am 30. November 2018 mit zwei Koffern aus seinem Wagen stieg. Der Angeklagte sagte, er habe dem Mann Reizgas in das Gesicht gesprüht. Einer der beiden Mittäter habe dem Opfer die Koffer entrissen. Der dritte Komplize habe im Fluchtwagen gewartet. Ihm seien 50 000 Euro für eine Beteiligung an dem Raub geboten worden, so der Angeklagte, der eine Autovermietung betreibt. «Ich habe mich zu der Tat hinreißen lassen.»

Kurz nach dem Raub war es zu einem Verkehrsunfall mit dem Fluchtwagen gekommen. Der Angeklagte wurde festgenommen, zwei bislang unbekannte Männer sind den Ermittlungen zufolge entkommen. Zudem sei ein Koffer mit rund 100 000 Euro sichergestellt worden. Die beiden Verteidiger des 31-Jährigen erklärten, ihr Mandant werde die fehlende Summe im Rahmen einer Schadenswiedergutmachung zahlen. Zudem wolle er 5000 Euro Schmerzensgeld an den 66-Jährigen zahlen. Der Prozess wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung wird am 28. Juni fortgesetzt.

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