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Gesperrte Wasserstraße: Hilfe für betroffene Unternehmen

15.04.2019 - Potsdam (dpa/bb) - Nach der Sperrung der Schleuse Zaaren an der Oberen Havel-Wasserstraße (Uckermark) haben Brandenburgs Wirtschaftsministerium und das Ministerium für Infrastruktur um Entschädigung der betroffenen Schifffahrtsunternehmen beim Bundesverkehrsministerium gebeten. Ein entsprechender Brief war am Freitag verschickt worden.

  • Die Obere-Havel-Wasserstraße endet vor der Schleuse Zaaren an einer Spundwand. Foto: Bernd Wüstneck/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Obere-Havel-Wasserstraße endet vor der Schleuse Zaaren an einer Spundwand. Foto: Bernd Wüstneck/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, fordern Wirtschaftsminister Jörg Steinbach und Verkehrsministerin Kathrin Schneider (beide SPD), geschädigte Unternehmen finanzielle Hilfe zu ermöglichen. Durch die Schließung der Schleuse seien den Unternehmen nach eigenen Schätzungen zusätzliche Aufwendungen von insgesamt zwei Millionen Euro entstanden. «Wir haben durchaus Verständnis für diverse Risiken, die in solchen Bauvorhaben wie dem der Schleuse Zaaren nicht vorhersehbar sind. Gleichwohl besteht allseits der Eindruck, dass die Baumaßnahmen unzureichend geplant sind», heißt es in dem Schreiben an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU).

Anfang März hatte das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Eberswalde mitgeteilt, dass die Schleuse Zaaren an der Oberen Havel wegen Bauarbeiten noch bis August gesperrt sein wird. Damit ist der direkte Weg von Berlin zur Mecklenburgischen Seenplatte in der Hauptsaison unterbrochen. Ursprünglich sollte die Schleuse zum Saisonbeginn Anfang Mai öffnen. Grund für die Verzögerung seien unter anderem eine längere Prüf- und Genehmigungsdauer bis zur Beauftragung wegen sehr hoher Angebotspreise, wie aus einer Mitteilung der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hervor geht.

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