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Gewerkschaften bangen um geplante «Hauptstadtzulage

15.08.2020 - Eigentlich sollen die Berliner Landesbediensteten ab November eine Zulage von 150 Euro im Monat erhalten. Doch Gewerkschaften fürchten nun, dass daraus nichts werden könnte. Der Beamtenbund verwies am Samstag auf Medienberichte, wonach die Tarifgemeinschaft deutscher Länder die Zulage ablehne. Berlin habe im Alleingang sein eigenes Süppchen gekocht und sei damit grandios gescheitert, kritisierte Landeschef Frank Becker.

  • Zahlreiche Banknoten liegen auf einem Tisch. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Zahlreiche Banknoten liegen auf einem Tisch. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Wir erwarten, dass dieses Zeichen der Wertschätzung an die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst sich nicht in Luft auflöst», teilte die Gewerkschaft der Polizei mit.

Berlin hatte im vergangenen Jahr beschlossen, dass die etwa 125 000 Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst, die weniger als 5000 Euro verdienen, ab November 2020 eine «Ballungsraumzulage» oder «Hauptstadtzulage» von je 150 Euro pro Monat erhalten. Das Land muss dafür 250 Millionen Euro im Jahr ausgeben. Alternativ gibt es eine Jahreskarte für die Berliner Verkehrsbetriebe.

«Der Tagesspiegel» (Freitag) berichtete jedoch, dass die meisten Bundesländer das ablehnen. In der Tarifgemeinschaft deutscher Länder führen sie eigentlich gemeinsam Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst.

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