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Grünen-Fraktionschefin: Nur labbriger Kaffee in Tegel

22.01.2020 - Berlin (dpa/bb) - Antje Kapek, Grünen-Fraktionsvorsitzende im Berliner Abgeordnetenhaus, sieht den neuen Hauptstadtflughafen BER ganz pragmatisch: «Ich bin auch Westberlinerin, ich hänge auch an dieser alten, tollen Architektur von Tempelhof, Tegel und Gatow. Das ist alles wunderschön, aber moderne Flughäfen sind es nicht», sagte Kapek am Dienstagabend beim «Berlin Salon» des CDU-Landesverbands. «Jetzt ist die Frage, ist der BER ein moderner Flughafen? Ich würde sagen: deutlich moderner als die anderen, er ist zumindest Nineties», sagte die Grünen-Politikerin.

  • Ein Flugzeug der Fluggesellschaft easyJet landet auf dem Flughafen Tegel. Foto: Soeren Stache/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Flugzeug der Fluggesellschaft easyJet landet auf dem Flughafen Tegel. Foto: Soeren Stache/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Und sowie er eröffnet ist, und ich bin relativ überzeugt, dass er im Oktober eröffnet wird, egal wie, Hauptsache in Betrieb, werden die meisten Berliner und Brandenburger sagen, hier kann man wenigstens shoppen, in Tegel kriege ich nur einen labbrigen Kaffee.» Alle müssten sich wünschen, dass der Flughafen ans Netz gehe, sagte Kapek. «Jeder Tag, an dem er das nicht tut, belastet er die Berliner und Brandenburger und Bundessteuerzahler immens.» Dieser Flughafen werde über Jahrzehnte wahrscheinlich defizitär sein und Subventionen brauchen. «Das ist alles vermaledeit. Und er wird auch nicht der tollste und schönste sein», sagte die Grünen-Politikerin.

Auch CDU-Landeschef Kai Wegner sieht für Tegel keine Perspektive. «Ich glaube schlicht und ergreifend, dass die Entscheidungen getroffen sind», sagte er, auch wenn viele das bedauerten. «Ich kann nur sagen: volle Konzentration auf einen starken, leistungsfähigen BER, dass er endlich eröffnet. Als Oppositionspolitiker müsste ich ja fast den Wunsch haben, dass es wieder scheitert, aber ich wünsche mir für diese Stadt, für die Wirtschaft in dieser Region, nichts mehr, als dass dieser BER endlich ans Netz geht.»

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