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Hausärzte fürs Impfen bereit: 9000 neue Termine

15.02.2021 - Mit der Zunahme der Impfstofflieferungen soll Tempo in die Brandenburger Impfkampagne kommen. Dann sollen auch Hausärzte in ihren Praxen gegen das Coronavirus impfen. Doch zunächst gibt es neue Termine in drei Impfzentren.

  • Eine Mitarbeiterin des Impfteams überprüft eine Spritze. Foto: Thomas Frey/dpa Pool/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Mitarbeiterin des Impfteams überprüft eine Spritze. Foto: Thomas Frey/dpa Pool/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Hausärzte in Brandenburg stehen nach eigener Darstellung für Corona-Schutzimpfungen in ihren Praxen bereit. «Die Zeit drängt. Gerade für die jetzige erste Gruppe der Senioren über 80 Jahren wäre es wichtig, wohnortnah von ihren Hausärzten geimpft zu werden», sagte die Vorsitzende des Hausärzteverbandes Brandenburg, Karin Harre, am Montag. Sie forderte aber einen Abbau von Bürokratie. Die bisher erforderlichen fünf DIN-A4-Seiten pro Patient und ein spezielles Computerprogramm müssten auf ein in den Praxen umsetzbares Maß reduziert werden. Zudem müsse der Impfstoffnachschub für die Praxen zweifelsfrei gesichert sein.

Aus der Staatskanzlei kamen dazu positive Signale. «Selbstverständlich sollen die Arztpraxen in die Impfkampagne einbezogen werden, sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht», sagte Regierungssprecher Florian Engels. Dafür müsse allerdings Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Impfverordnung entsprechend ändern. «Dazu brauchen wir Verlässlichkeit und Transparenz bei den Impfstofflieferungen», betonte Engels.

Auch bei der Landesärztekammer stießen die Forderungen mach Impfungen in den Praxen auf Zustimmung. Um - wie politisch gewollt - bis zum Sommer die notwendige Herdenimmunität von mehr als 70 Prozent zu erreichen, müssten die Impfzahlen deutlich erhöht werden, sagte Kammerpräsident Frank-Ullrich Schulz am Montag. Nachdem zunächst die Impfstoffknappheit ein wesentlicher Grund für den schleppenden Anlauf der Impfungen war, könnte sich das bald mit der Zulassung weiterer Vakzine ändern. «Dann ist es wichtig, dass der Zugang zur Impfung für die Menschen in Brandenburg möglichst unkompliziert ist.»

Unterdessen werden für mindestens 9000 Brandenburger, deren Corona-Impftermine wegen Impfstoffmangels im Januar abgesagt werden mussten, ab sofort neue Termine vereinbart. Die Betroffenen würden seit Montag vom Call-Center zur Vereinbarung von Erstimpfungen angerufen, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) mit. Betroffen waren Erstimpfungen in den Impfzentren Potsdam, Cottbus und Schönefeld (Dahme-Spreewald).

Seit Ende Dezember wurden in Brandenburg 136 657 Menschen gegen Covid-19 geimpft. Darunter sind gut 55 000 Bürger, die bereits die notwendige Zweitimpfung erhalten haben.

Die Brandenburger Gesundheitsämter haben am Montag insgesamt 153 Corona-Neuinfektionen an das zuständige Landesamt gemeldet. Allerdings hatten 5 der 14 Landkreise keine neuen Infektionen gemeldet, wie das Gesundheitsministerium am Montag in Potsdam mitteilte. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um 5 auf insgesamt 2791 seit Beginn der Pandemie.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche stieg für ganz Brandenburg gegenüber dem Vortag leicht auf 73,5. Ganz leicht über der kritischen Schwelle von 200 bei der Sieben-Tage-Inzidenz lag nur der Landkreis Prignitz. Ab diesem Wert sollen Kitas geschlossen werden.

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