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Hertha-Saisonabschluss wieder mit Tore-Blamage

18.05.2019 - Zum dritten Mal in Folge hat Hertha BSC zum Saisonabschluss eine Packung kassiert. Die Abschiede für die scheidenden Pal Dardai und Fabian Lustenberger fielen trotzdem sehr emotional aus.

  • Fabian Lustenberger (l) und Cheftrainer Pál Dárdai stehen zum Abschied bei den Fans vor der Ostkurve. Foto: Andreas Gora © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Fabian Lustenberger (l) und Cheftrainer Pál Dárdai stehen zum Abschied bei den Fans vor der Ostkurve. Foto: Andreas Gora © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin (dpa/bb) - Zum Saisonabschluss gab es wieder eine kräftige Packung, doch die Fans von Hertha BSC feierten dennoch ihre Lieblinge und den scheidenden Trainer Pal Dardai. Als die Gewinner von Bayer Leverkusen in ihren roten T-Shirts mit der Aufschrift «Königsklasse» schon längst in den Katakomben verschwunden waren, wurden die Berliner weiter bejubelt. Auch Dardai ließ sich noch einmal von der Feierstimmung anstecken und winkte kräftig dem Anhang zu.

«Es ist krass von den Fans, dass sie uns trotz des Spiels so feiern. Wenn man vor der Kurve steht, ist das Gänsehaut pur», sagte Maximilian Mittelstädt nach der 1:5-Niederlage gegen die Werks-Elf. Die 90 Minuten zuvor hielten dabei als Spiegelbild der Saison her. Platz elf und die Erkenntnis einer durchwachsenen Saison bleiben: Es wäre mehr drin gewesen mit besserer Konstanz und Entschlossenheit.

Ungewollte Konstanz zeigten die Berliner zum Abschluss. Nach den 2:6-Niederlagen an den letzten Spieltagen der beiden vergangenen Spielzeiten gegen RB Leipzig und Leverkusen schenkten diesmal erneut die Rheinländer den Berlinern kräftig ein.

Mit seinem 17. Saisontor eröffnete Supertalent Kai Havertz am Samstag die Toreshow in Berlin in der 28. Minute. Lucas Alario (38., 72., 88.) und Julian Brandt (54.) machten zum Saisonabschluss vor 59 287 Zuschauern im Berliner Olympiastadion die erfolgreiche Aufholjagd unter Trainer Peter Bosz perfekt. Hertha hatte im letzten Spiel unter Dardai durch Valentino Lazaro (34.) zwischenzeitlich ausgeglichen.

«Egal ist das Ergebnis nicht, aber ich sehe es etwas nüchterner», sagte Fabian Lustenberger nach seinem letzten Spiel für Hertha. Der Schweizer hätte sich auch lieber mit einem anderen Ergebnis verabschiedet: «Wir hätten nicht 1:5 verlieren dürfen. Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht, waren aber am Ende ein bisschen zu naiv.»

Trotz der erneuten Blamage bereiteten die Berliner Fans ihrem langjährigen Chefcoach Pal Dardai und Lustenberger einen mehr als stilvollen Abschied. Viszlát Pal - tschüss Pal - hieß es zum Saisonabschluss im Olympiastadion. «Das Leben geht hier weiter», sagte der 43-Jährige. «Im Fußball zählt immer der nächste Pass.» Fabian Lustenberger (31), der zum Abschied noch einmal die Kapitänsbinde tragen durfte, wechselt nach zwölf Jahren in Berlin zurück in seine Schweizer Heimat zu Young Boys Bern. «Das war sehr emotional», sagte der Defensivspezialist.

Auch die Dardai-Assistenten Rainer Widmayer und Admir Hamzagi wurden am Samstag verabschiedet. Neben Lustenberger verlassen auch Nachwuchsspieler Julius Kade und Torwart Jonathan Klinsmann den Verein.

«Ich brauche sicher ein paar Tage, um das zu realisieren, dass es hier zu Ende geht und ein neues Kapitel aufgeschlagen wird», sagte Lustenberger, «wenn Zehntausende deinen Namen rufen, ist das eine schöne Sache und du kannst nicht allzu viel falsch gemacht haben in den zwölf Jahren.»

Für den ungarischen Coach übernimmt im Sommer der bisherige Nachwuchstrainer Ante Covic. Der Ungar, der gern weitergemacht hätte, bedankte sich bei Präsident, Manager, seinem Trainerstab, den Spielern und den Fans. «Und den Menschen in der Stadt, die mich immer geliebt haben. Das ist immer noch so», sagte Dardai.

Die Sportliche Leitung des Hauptstadtclubs hat Dardai eine Weiterentwicklung des Teams aber nicht mehr zugetraut. Am Sonntag wird auf der Mitgliederversammlung Bilanz gezogen - und auf die neue Saison geblickt.

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