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Hertha-Start mit Fragen, Club-Boss: Raus aus Mittelfeld

17.09.2020 - Diese Krux wird Hertha in der neuen Saison begleiten: Die neuen wirtschaftlichen Möglichkeiten garantieren längst nicht das Ende der Mittelmäßigkeit. Den neuen Vereins-Boss reizt genau diese Aufgabe. Trainer Labbadia muss sich zunächst mit Alltagsproblemen rumschlagen.

  • Carsten Schmidt bei einer Veranstaltung. Foto: Felix Hörhager/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Carsten Schmidt bei einer Veranstaltung. Foto: Felix Hörhager/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit vielen Fragezeichen, ohne Brustsponsor und Kapitän, aber mit einem neuen Vereins-Boss startet Hertha BSC in die neue Bundesliga-Spielzeit - und will endlich raus aus dem Mittelmaß. Zwar wollte sich der ehemalige Sky-Manager Carsten Schmidt, der zwei Tage vor dem Spiel am Samstag bei Werder Bremen überraschend als neuer Vorsitzender der Geschäftsführung präsentiert wurde, zu den Zielen mit der Hertha noch nicht äußern: Das wäre «unseriös» und «respektlos gegenüber den sehr gut handelnden Kollegen», sagte Schmidt, der erst am 1. Dezember offiziell sein Amt antritt. Die Krux des Berliner Fußball-Clubs ist dem 56-Jährigen jedoch bekannt.

Hertha werde als ambitionierter Club wahrgenommen, «der immer ein bisschen im Mittelfeld der Tabelle verharrt», schilderte Schmidt seine Eindrücke: «Das zu verändern, reizt mich.» Die bald 374 Millionen Euro von Investor Lars Windhorst haben den Blick der Konkurrenz auf Hertha und die eigenen Ansprüche ohnehin verändert.

Michael Preetz als Verantwortlicher für den sportlichen Bereich, der zusammen mit Finanzchef Ingo Schiller und dem Hauptverantwortlichen Schmidt in Zukunft die dreiköpfige Geschäftsführung bildet, will zumindest gegenüber den Profis die Ziele klar formulieren.

«Wir haben einen denkbar schlechten Einstieg gehabt», erinnerte Preetz an die 4:5-Blamage in der ersten DFB-Pokalrunde beim Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig. Es sei nun vor dem scharfen Ligastart wichtig, «alle daran zu erinnern, dass wir es deutlich besser gemacht haben» in der schwierigen Endphase der vergangenen Spielzeit, sagte der Geschäftsführer Sport. Schon in Bremen müssten die Spieler «ein anderes Gesicht» zeigen.

Trainer Bruno Labbadia will wie Preetz zunächst alle Konzentration auf den Wiederbeginn in der Bundesliga legen, die noch immer unter den besonderen Bedingungen der Coronavirus-Pandemie läuft. Das bekam Hertha auch diese Woche wieder zu spüren. Als der Brasilianer Matheus Cunha Erkältungs-Symptome zeigte, musste er sofort aus dem Übungsbetrieb und auf Corona getestet werden. Zwar gab es Entwarnung, aber der wichtige Spieler fehlte eben beim Vorbereitungs-Feinschliff. Hinter Cunhas Einsatz bleibt ein Fragezeichen.

Ob Neuzugang Jhon Cordoba gleich in Bremen aufläuft, ließ Labbadia ebenfalls offen. «Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, er kennt gewisse Abläufe nicht. Wir werden heute das erste Mal im Training komplett sein. Deshalb möchte ich noch keine Prognose abgeben», sagte der Hertha-Coach am Donnerstag. Einen Einsatz des bulligen Stürmers, der für seinen Ex-Club 1. FC Köln in der Vorsaison 13 Treffer markiert hatte, schloss Labbadia aber auch nicht aus: «Er ist sehr offen, er kennt die Bundesliga, das ist ein Vorteil.» Der für 15 Millionen Euro geholt Cordoba selbst fühlt sich «fit» und «bereit».

Santiago Ascacibar (im Aufbautraining) und Javairo Dilrosun (Oberschenkelprobleme) werden bei den Berlinern, die noch weit weg sind von einer eingespielten Mannschaft, definitiv fehlen. Andere Personalentscheidungen wie den Einsatz von Niklas Stark oder Mathew Leckie macht Labbadia noch von taktischen Ausrichtung abhängig.

Neuzugang Alexander Schwolow wird trotz einer nicht überzeugenden Leistung beim blamablen Pokal-Aus als Nummer eins in die Liga-Saison gehen. Der langjährige Stammkeeper Rune Jarstein hat nun die Rolle des Herausforderers. «Nur Kleinigkeiten haben es ausgemacht», sagte Labbadia. Er habe das Gefühl, dass der Ex-Feiburger sein Team «fußballerisch noch einen Tick nach vorne bringen kann». Der beim Zweitligist Hamburger SV ins Spiel gebrachte Nils Körber wird als dritter Torwart «definitiv» bei Hertha bleiben, betonte Preetz.

Noch nicht gewählt ist ein neuer Kapitän nach dem Abschied von Vedad Ibisevic, «weil wir auch in dieser Woche nicht komplett waren», bemerkte Labbadia. Außerdem ist Hertha weiter auf der Suche nach einem neuen Hauptsponsor - und da kommt wieder der neue Boss ins Spiel. «Wir müssen die Relevanz von Hertha außerhalb von Berlin erhöhen, dann stellt sich auch der Vermarktungserfolg nach und nach ein», sagte Schmidt.

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