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IG Metall zu Alstom: Verunsicherung für Hennigsdorf beenden

18.02.2020 - Die angekündigte Übernahme von Bombardiers Zugsparte durch den Konkurrenten Alstom sorgt bei Beschäftigten für Unruhe. Gewerkschafter fordern Klarheit. Politiker aus der Region hoffen, dass der Standort Hennigsdorf gesichert wird.

  • Die Bildkombo zeigt das Logo des französischen Energie- und Verkehrstechnikunternehmens Alstom. Foto: Pascal Guyot/AFP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Bildkombo zeigt das Logo des französischen Energie- und Verkehrstechnikunternehmens Alstom. Foto: Pascal Guyot/AFP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hennigsdorf (dpa/bb) - Nach der Ankündigung des französischen Bahnherstellers Alstom, die Zugsparte von Bombardier zu übernehmen, fordert die IG Metall Sicherheit für die Beschäftigten am Standort Hennigsdorf bei Berlin. «Alle Arbeitsplätze in Hennigsdorf – dazu zählt Produktion, Entwicklung und auch die internationale Verwaltung – müssen erhalten bleiben», wie Stefanie Jahn, Bevollmächtigte bei der IG Metall Oranienburg und Potsdam, am Dienstag mitteilte. Sollten Umstrukturierungen anstehen, könnten diese nur erfolgreich gemeinsam mit den Beschäftigten, dem Betriebsrat und der Gewerkschaft gelöst werden, so Jahn.

Der französische TGV-Hersteller Alstom hatte am Montag angekündigt, die Zugsparte des kanadischen Konkurrenten Bombardier zu übernehmen. Eine Absichtserklärung wurde bereits unterschrieben, der Deal soll im ersten Halbjahr 2021 endgültig abgeschlossen werden. Alstom-Chef Henri Poupart-Lafarge zeigte sich optimistisch, dass die EU-Kommission die Übernahme billigen wird. Am Standort Hennigsdorf arbeiten nach Gewerkschaftsangaben rund 2000 Stammbeschäftigte, hinzu kommen rund 500 Leiharbeiter.

Die gegenwärtige Situation schaffe eine hohe Verunsicherung der Beschäftigten, die schnellstmöglich beendet werden müsse, so Olivier Höbel, IG Metall-Vertreter im Bombardier-Aufsichtsrat, in einer Erklärung vom Freitag. Der für die Bahnindustrie zuständige Vorstand Jürgen Kerner forderte: «Die Unternehmen müssen schnellstens Stellung zu den Fusionsgerüchten nehmen.»

Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) sagte zu den Plänen am Dienstag, die Metropolregion um Berlin sei führend in der Schienenverkehrstechnik. Mehr als 100 Firmen und Wissenschaftseinrichtungen mit über 20 000 Beschäftigten machten sie zu einem der bedeutendsten Zentren Europas für Forschung, Entwicklung und Produktion. «Ich erwarte, dass die Übernahme von Bombardier durch Alstom mit einer Stärkung des Standortes Henningsdorf einhergeht. Es ist wichtig, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter endlich zukunftsfeste Perspektiven erhalten.»

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) hofft ebenfalls, dass der Standort Hennigsdorf gesichert und gestärkt wird. Hennigsdorf sei ein hervorragender Traditionsstandort in der Metropolenregion, und das Unternehmen könne auf hoch qualifizierte Fachkräfte und jahrzehntelange Erfahrung zurückgreifen, sagte Steinbach am Montagabend in Potsdam.

CDU-Fraktionschef Jan Redmann sagte am Dienstag in Potsdam zu den Übernahmeplänen: «Wir hoffen sehr, dass damit kein Abbau von Arbeitsplätzen verbunden sein wird.»

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