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Ibisevic-Abschied rückt näher

09.07.2020 - Manager Preetz bastelt am Hertha-Team für die neue Saison, in dem für Torjäger Ibisevic wohl kein Platz mehr ist. Der Präsident spricht schon von einem «noch stärkeren Kader». Trotz der Investor-Millionen würden alle Entscheidungen nur von Hertha selbst getroffen.

  • Vedad Ibisevic von Hertha BSC steht im Stadion. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Vedad Ibisevic von Hertha BSC steht im Stadion. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hertha BSC plant derzeit die neue Saison ohne den langjährigen Kapitän Vedad Ibisevic, will die Tür zu einem neuen Vertrag mit dem 35 Jahre alten Torjäger aber noch nicht endgültig zuschlagen. «Wir haben Vedad darüber informiert, dass wir ihm im Moment kein neues Angebot unterbreiten werden», sagte Manager Michael Preetz dem Fachmagazin «kicker» (Donnerstag). «Wir halten uns das aber offen.» Der Vertrag des Bosniers, der 2015 vom VfB Stuttgart zum Berliner Fußball-Bundesligisten gekommen war und für Hertha in 158 Pflichtspielen 54 Tore erzielt hat, ist zum 30. Juni ausgelaufen.

Trainer Bruno Labbadia hatte schon nach Abschluss der Saison, die Hertha nach vier Trainerwechseln und viel Aufregung noch auf Platz zehn beenden konnte, von einem «Gesamtkonstrukt» bei der Kaderplanung für die kommende Spielzeit gesprochen. Oldie Ibisevic, der am 6. August 36 wird, sei unter seiner Leitung der Anführer gewesen und habe wieder viele Tore gemacht. «Die andere Frage ist: Wo wollen wir hin? Und wie gehen wir den Weg? Das sind einfach Dinge, die wir ganz offen mit ihm diskutieren», sagte Labbadia Ende Juni.

Im Angriff ist der 25 Jahre alte Pole Krzysztof Piatek, der im Winter dank der neuen finanziellen Möglichkeiten für rund 23 Millionen Euro vom AC Mailand geholt wurde, eine feste Größe. Davie Selke bleibt nach dem Klassenerhalt des SV Werder zumindest bis Sommer 2021 an Bremen ausgeliehen. Matheus Cunha und Dodi Lukebakio können als Stürmer spielen, sind aber eher für hängende Positionen vorgesehen. Das nach seiner Leihe aus Groningen zurückgekehrte Talent Daishawn Redan muss eine Bundesliga-Eignung noch nachweisen. Pascal Köpke gehört wohl zu den Profis, die Hertha eher abgeben würde.

Ob die Berliner auch dank der neuen 150 Millionen Euro, die von der Tennor-Gruppe von Lars Windhost jetzt und im Oktober zur Verfügung gestellt werden, noch in einen weiteren Angreifer investieren, ist offen. Für Ibisevic scheint die Zeit bei Hertha jedoch abgelaufen.

Club-Präsident Werner Gegenbauer hatte in einem «Bild»-Interview angekündigt, dass sich Hertha «in allen Bereichen» verändern werde. Damit meinte er nicht nur die Geschäftsführung der Profiabteilung, in der neben Michael Preetz (Sport) und Ingo Schiller (Finanzen) ein dritter Chef installiert werden soll, sondern auch das Team. «Ich denke, es wird sehr spannend zu sehen, was Bruno Labbadia mit einer kompletten Vorbereitung und einem noch stärkeren Kader erreichen kann», bemerkte Gegenbauer bereits. Derzeit steht aber in dem Franzosen Lucas Tousart erst ein Neuzugang fest.

Die insgesamt nun bereits 374 Millionen Euro von Windhorst und die hohen Erwartungen des Investors stellen vor allem auch Preetz und Gegenbauer vor eine große Herausforderung. So sprach nun auch der sonst immer zurückhaltende Präsident von der «Qualifikation für Europa» und «am besten irgendwann auch für die Champions League», allerdings ohne zeitlichen Druck. «Sämtliche Entscheidungen werden von Hertha BSC getroffen. So sind die Verträge konzipiert. Herr Windhorst weiß das», betonte Gegenbauer.

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