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Idil Baydar: Bei Berlinern kommen die Eier zuerst

18.01.2021 - Die Kabarettistin Idil Baydar (45) attestiert den Menschen in ihrer Heimat Berlin «eine besondere Haltung». Diese beschrieb Baydar im «Tagesspiegel» (Montag) so: «Nach dem Motto: Wir sind wie wir sind und wir feiern uns. Und wer uns nicht mitfeiert, der hat halt den Gong nicht gehört. Wenn ein Berliner in den Raum kommt, kommen die Eier zuerst und dann kommt der Berliner. Das ist irgendwie selbstverständlich. Und ich mag das.»

  • Die Kabarettistin Idil Baydar. Foto: Thalia Engel/picture alliance / dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Kabarettistin Idil Baydar. Foto: Thalia Engel/picture alliance / dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Laut Interview ist Baydar vor kurzem nach einigen Jahren in Frankfurt am Main wieder zurück nach Berlin gezogen. Über die Wohnungssuche sagte sie: «Es war die Hölle, eine absolute Katastrophe. Berlin hat sich hinsichtlich dessen überhaupt nicht gut entwickelt. Nur mal zum Vergleich: Ich bin vor fünf Jahren gegangen, da hat meine 50-Quadratmeter-Wohnung 500 Euro warm gekostet. Jetzt zahle ich das Doppelte für zwölf Quadratmeter mehr. Und dafür habe ich zwei, drei Jahre gesucht.»

Wo sie in Berlin fündig wurde, darf sie nach eigenen Angaben aus Sicherheitsgründen nicht erzählen. Die Kabarettistin, bekannt für Bühnenfiguren wie Jilet Ayse und Gerda Grischke, gehörte zu den Betroffenen der mit «NSU 2.0» unterzeichneten Drohschreiben. Zudem wurden von ihr persönliche Daten von Polizeicomputern abgerufen.

Auf die Frage, ob sie nach Todesdrohungen aktuell unter Sicherheitsschutz stehe, sagte Baydar: «Na, aber ganz bestimmt nicht von der Polizei. Beim Sicherheitsschutz vertraue ich dann doch eher auf Privatunternehmen aus den Reihen migrantisierter Menschen, weil die nachvollziehen können, was es bedeutet, wenn man in dieser Identität steckt und auf eine gewisse Art und Weise ausgeliefert ist.»

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