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Immer mehr Hacker-Angriffe auf Berliner Verwaltung

19.11.2019 - Die Cyberwelt ist eine Spielwiese für Kriminelle. Auch das Land Berlin mit zahlreichen sensiblen Daten gehört zu ihren Zielen.

  • Ein Passwort wird auf einem Laptop über die Tastatur eingegeben. Foto: Oliver Berg/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Passwort wird auf einem Laptop über die Tastatur eingegeben. Foto: Oliver Berg/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin (dpa/bb) - Die Berliner Landesverwaltung wird immer öfter Ziel von Hackerangriffen. Die Zahl solcher Cyberattacken mit Schadsoftware habe sich innerhalb von fünf Jahren auf zuletzt rund sieben Millionen verdoppelt, sagte Ines Fiedler, Vorstand des IT Dienstleistungszentrums Berlin (ITDZ), am Dienstag. Neben der Quantität habe sich auch die Qualität der Angriffe erhöht.

Dank umfangreicher Schutzmaßnahmen sei es indes noch keinem Angreifer gelungen, an Bürgerdaten oder andere sensible Informationen zu kommen. Diese Daten seien in einem - «High Security Data Center» genannten - Rechenzentrum mit mehreren Tausend Servern an einem geheimen Ort sicher verwahrt.

Hinter den Attacken stehen den Angaben zufolge Kriminelle oder auch Staaten. Die Täter haben zum Beispiel ein Geschäftsmodell daraus gemacht, in Computersysteme einzudringen, dort gespeicherte Daten zu verschlüsseln und erst gegen Zahlung eines Lösegelds wieder zugänglich zu machen. Institutionen wie das ITDZ, das einen großen Teil des landeseigenen Datennetzes verantwortet, halten mit Virenscannern, Firewalls und anderen Maßnahmen dagegen.

Die Ermittlungsbehörden rüsteten im Kampf gegen die Internetkriminalität bundesweit auf, sagte Berlins IT-Staatssekretärin Sabine Smentek aus der Innenverwaltung. Aber auch bei den Beschäftigten in Politik und Verwaltung sei ein Bewusstsein dafür nötig, wie ernst die Problematik sei. Daher gebe es hier regelmäßig Schulungen. Schon das unbedarfte Öffnen eines Mailanhangs kann Rechner mit Schadprogrammen verseuchen.

In Berlin hatten zuletzt sogenannte Trojanerangriffe auf das Kammergericht und auf Rechner der Humboldt-Universität für Schlagzeilen gesorgt. Betroffen waren auch einige Computer in Schulen. Vor allem am Kammergericht waren die Auswirkungen der am 25. September entdeckten Attacke erheblich, bis heute wird die Arbeit dort in einem Notbetrieb verrichtet. 500 Computer müssen ausgetauscht werden.

Fiedler betonte, dass sowohl das Gericht als auch die Humboldt- Universität bisher nicht unter dem Schutzschirm des ITDZ waren. Experten dieses landeseigenen Zentrums sind praktisch im 24-Stunden-Betrieb im Einsatz, um Cyberangriffe zu verhindern sowie, falls das nicht gelingt, zu erkennen und abzuwehren.

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