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In der Lieberoser Heide brennen 100 Hektar Fläche

25.06.2019 - Neue Waldbrände lassen den Feuerwehrleuten kaum Atempausen. Nach dem Großbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog brennt es nun in der Lieberoser Heide. Kann das Feuer eingedämmt werden?

  • Ein Hubschrauber der Bundespolizei fliegt bei Löscharbeiten über einem Waldstück in der Lieberoser Heide. Foto: Bundespolizei © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Hubschrauber der Bundespolizei fliegt bei Löscharbeiten über einem Waldstück in der Lieberoser Heide. Foto: Bundespolizei © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Lieberose (dpa/bb) - Der Waldbrand in der Lieberoser Heide (Dahme-Spreewald) hat sich nicht weiter ausgedehnt und ist zur Zeit unter Kontrolle. Derzeit bleibe es bei 100 Hektar Brandfläche, sagte Kreisbrandmeister Christian Liebe am Dienstag. Er bezeichnete die Situation als stabil. Das bestätigte der Sprecher des Landkreises, Bernhard Schulz. «Momentan sieht es gut aus, die Einsatzkräfte haben die Lage im Griff», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Es werde keine Evakuierung und auch keine Straßensperrung ins Auge gefasst. Am Montagabend hatte Landrat Stephan Loge die Großgefahrenlage ausgerufen.

140 Einsatzkräfte mit etwa 40 Fahrzeugen sind nach Angaben von Schulz vor Ort im Einsatz. Zwei Löschhubschrauber der Bundespolizei unterstützten die Feuerwehren. Der größere Hubschrauber habe einen 2000 Liter Wassertank, der kleinere könne etwa 800 Liter fassen. Das Technische Hilfswerk (THW) pumpe Löschwasser aus einem nahe liegenden See. Auch eine mobile Basisstation für den Digitalfunk wurde in das Gebiet gebracht.

Das Brandenburger Innenministerium hat unterdessen das Koordinationszentrum Krisenmanagement aktiviert. «Sobald zusätzliche Fahrzeuge benötigt werden, werden wir das in Potsdam koordinieren», sagte Innenstaatssekretärin Katrin Lange. Sie hatte sich vor Ort ein Bild von der Situation gemacht. «Wir richten uns darauf ein, dass der Einsatz in der Lieberoser Heide mindestens noch mehrere Tage, wenn nicht länger als eine Woche andauern wird». Die Einsatzkräfte auch aus anderen Landkreisen seien bis zum kommenden Mittwoch durchgeplant.

Lange rechnet damit, dass sich der Waldbrand angesichts der Witterungslage noch weiter ausbreitet, wenn wieder Wind aufkomme. «Ortschaften sind derzeit jedoch nicht gefährdet», sagte sie weiter.

Vor allem der immer wieder drehende Wind hatte den Helfern zeitweise zu schaffen gemacht. Das sei in der jüngsten Lagebesprechung erst einmal kein Thema mehr gewesen, erläuterte Schulz. Wichtig sei vor allem, dass sich der Brand nicht weiter Richtung «rote Zone» ausbreite. Da liege alte Munition, weil sich dort ein ehemaliger Truppenübungsplatz befinde. Das Feuer könne in diesem Bereich fast nur aus der Luft bekämpft werden.

Das Gebiet sei zum größten Teil richtiger Waldbestand und bestehe überwiegend aus Kiefern, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes Brandenburg, Raimund Engel. Die Leitzentrale in der Lausitz meldete eine Rauchbelästigung. Einwohner in umliegenden Ortschaften der Lieberoser Heide sollten Fenster und Türen geschlossen halten, hieß es. Auch die Leitstellen in Potsdam- Mittelmark und der Stadt Brandenburg hatten von einer Geruchsbelästigung gesprochen. Der Rauch sei durch den drehenden Wind auch Richtung Berlin gezogen, hieß es übereinstimmend.

In der Lieberoser Heide nördlich von Cottbus hatte es bereits im Juli 2018 auf einer Fläche von 400 Hektar gebrannt, Anfang Juni 2019 dann erneut auf 1000 Quadratmetern.

Ein kleinerer Brand bei Jüterbog hat sich nach Angaben der Feuerwehrleitstelle nicht weiter ausgebreitet. Man fahre nur noch zur «Feuerwache» hin und kontrolliere die Flächen. Einsatzkräfte seien nicht mehr vor Ort. Vor etwa zwei Wochen brannten dort beim größten Waldbrand der vergangenen Jahrzehnte in Brandenburg auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz zeitweise 744 Hektar.

Auch im Berliner Grunewald brennt nach Angaben der Feuerwehr nahe dem Teufelsberg etwa ein Hektar Waldboden. Zunächst kämpften 40 Feuerwehrleute am frühen Nachmittag gegen die Flammen, später wurde die Zahl der Löschkräfte verdoppelt. Die Brandursache war zunächst unklar.

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