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Judotrainer wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht

14.05.2020 - Ein Berliner Judotrainer, der über Jahre hinweg das Vertrauen ihm anvertrauter Jungen ausgenutzt und sie sexuell missbraucht haben soll, will sich vor dem Landgericht äußern. «Er wird sich gegen die Anklage verteidigen, also kein Geständnis», kündigte einer der beiden Verteidiger des 42-Jährigen am Donnerstag zum Neuauftakt des Prozesses an. Dem angeklagten Rechtsanwalt werden 32 mutmaßliche Übergriffe auf sieben Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 16 Jahren zur Last gelegt. Wann er sich zu den Vorwürfen äußern wird, blieb zunächst offen.

  • Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die betroffenen Jungen hätten ihren Trainer als Vaterfigur gesehen, so die Anklage. Der Mann habe «das Vertrauensverhältnis ausgenutzt, um sexuelle Handlungen vorzunehmen». Die Minderjährigen hätten wiederholten Missbrauch sowie damit häufig verbundene körperliche Züchtigungen über sich ergehen lassen müssen. Der Trainer habe «die Duldung sexueller Übergriffe als Loyalitätsbekundungen abverlangt». Einige Jungen habe er zu seiner sexuellen Befriedigung geschlagen.

Zu den mutmaßlichen Taten in der Zeit von 2006 bis 2019 soll es laut Anklage auf Sportfahrten im Ausland, im Ferienhaus des Angeklagten in Schweden, in einer Sporthalle, auf Toiletten und in der Berliner Wohnung des Mannes gekommen sein. Der Trainer habe bei Widerstand oder Verweigerung den Rausschmiss aus dem Tegeler Sportverein angedroht, den er nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft gegründet hatte.

Im November 2019 wurde der Verdächtige festgenommen. Nach einer Haftbeschwerde kam der Jurist aber einen Monat später wieder frei. Seit Anfang April befindet er sich wieder in U-Haft. Der Prozess war im ersten Anlauf im Vormonat geplatzt, nachdem eine Schöffin während der Verhandlung eingeschlafen war. Die Verteidigung hatte die ehrenamtliche Richterin daraufhin erfolgreich wegen Besorgnis der Befangenheit abgelehnt. Der Prozess wird am 18. Mai fortgesetzt.

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