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Jüdischer Mann attackiert: Polizei soll mehr geschult werden

14.08.2019 - Am Dienstag soll ein jüdischer Mann in Berlin-Charlottenburg attackiert worden sein. Innensenator Geisel plant einen Antisemitismus-Beauftragten - und einen Runden Tisch.

  • Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin (dpa/bb) - Ein jüdischer Mann soll in Berlin-Charlottenburg von zwei Unbekannten attackiert worden sein. Die Polizei geht von einem antisemitischen Hintergrund aus, wie ein Sprecher am Mittwoch sagte. Der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz ermittle wegen Hasskriminalität. Der 55-Jährige sagte aus, er sei wegen seiner Kleidung als Jude erkennbar gewesen und von hinten zu Boden gestoßen worden. Anschließend seien die Angreifer geflüchtet. Wegen Schmerzen am Kopf und in den Beinen alarmierte der 55-Jährige schließlich von zu Hause aus den Rettungsdienst.

Ober-Rabbiner Pinchas Goldschmidt reagierte bestürzt auf den Angriff: «Es ist absolut bitter zu sehen, dass Juden auf deutschen Straßen zunehmend einer antisemitischen Angriffsserie ausgesetzt sind.» Hassbeiträge in Parlamenten und sozialen Medien sorgten dafür, dass die öffentliche Sicherheit für in Deutschland lebende Juden immer fragiler werde, erklärte der Präsident der Europäischen Rabbiner Konferenz.

Berlins Innensenator Andreas Greisel (SPD) kündigte am Mittwoch die Einsetzung eines Antisemitismus-Beauftragten für die Polizei an. Dieser solle «Polizisten noch stärker schulen, antisemitische Vorfälle zu erkennen, entsprechend einzugreifen und diese Thematik anzusprechen», sagte der SPD-Politiker der «Berliner Zeitung» (Mittwoch). Zudem werde Innenstaatssekretär Torsten Akmann (SPD) einen Runden Tisch gegen Antisemitismus einberufen.

Ende Juli war in Berlin der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde, Yehuda Teichtal, Opfer einer antisemitischen Attacke geworden. Zwei Männer beschimpften und bespuckten Teichtal, der in Begleitung eines seiner Kinder war und zuvor einen Gottesdienst im Bezirk Wilmersdorf geleitet hatte. Hunderte nahmen später an einem Solidaritätsgebet teil, darunter auch Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und dessen Lebensgefährtin Natalia Wörner.

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