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Juli Zeh: Mit Provinz noch nicht fertig

19.02.2020 - Wiesen, Felder, Huckelpisten, skurrile Nachbarn und verwobene Geschichten: Das Leben auf dem Dorf hat vieles zu bieten - für Schriftstellerin Juli Zeh ist es vor allem guter Lektürenstoff.

  • Schriftstellerin Juli Zeh will sich auch in ihren nächsten Romanen mit dem Leben auf dem Land beschäftigen. Foto: Soeren Stache/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Schriftstellerin Juli Zeh will sich auch in ihren nächsten Romanen mit dem Leben auf dem Land beschäftigen. Foto: Soeren Stache/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin (dpa/bb) - Die Schriftstellerin Juli Zeh will sich auch in ihren nächsten Romanen mit dem Leben auf dem Land beschäftigen. «Ich bin mit der Provinz noch nicht fertig», sagte Zeh bei der Preview zur Verfilmung ihres Romans «Unterleuten» am Dienstag in Berlin. Die 45-Jährige arbeite derzeit an mehreren neuen Büchern. Worin es darin genau geht, wollte sie aber noch nicht verraten.

Im März strahlt das ZDF die Verfilmung von Zehs Bestseller «Unterleuten» als Dreiteiler aus. Darin geht es um das fiktive brandenburgische Dorf «Unterleuten», in dem eine Investmentfirma Windräder errichten will. Plötzlich scheint das idyllische Zusammenleben zerstört - oder war es nie wirklich in Ordnung? Alte und neue Konflikte kochen hoch, die eng mit der Geschichte des Dorfes verwoben sind.

Zehs größte Angst vor der Verfilmung ihres Romans: «Dass der Stoff einfach unverfilmbar sein könnte», sagte Zeh am Dienstag. Es handele sich um ein umfangreiches Buch und es sind viele Figuren, die aus der Innenperspektive gezeigt werden, sagte Zeh. «Man liest die Gedanken und die Gefühle, all das ist ja nicht so ganz ohne Weiteres auf die Leinwand zu bringen.» Glücklicherweise sei sie eines Besseren belehrt worden. Der Film sei gut gelungen und habe sehr viel Humor - das sei bei so einem Stoff, der manchmal auch etwas schwer und hart sei, manchmal auch etwas schwierig, so Zeh.

Zum Preview hatte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) eingeladen, der in diesem Jahr die Bundesratspräsidentschaft innehat. Als er das Buch las, habe er sich gefragt, wie gehe das, dass jemand, der nicht in einem Brandenburger Dorf aufgewachsen sei so wie er, so genau über die Brüche, die Verhältnisse, die Auswirkungen der Geschichte bis in die heutige Zeit schreiben könne. Das Buch sei «spannend wie ein Thriller», sagte Woidke vor dem Film in der Vertretung Brandenburgs beim Bund in Berlin.

Der Film wurde vor zwei Jahren an insgesamt 20 Orten in Brandenburg und Berlin gedreht. Nach Angaben des ZDF stand dafür ein Budget von insgesamt 6 Millionen Euro zur Verfügung. Das fiktive Dorf «Unterleuten» wurde aus zehn unterschiedlichen Schauplätzen zusammengesetzt. Brandenburg sei darin sehr gut porträtiert worden, fand Zeh, die selbst in einem Brandenburger Dorf lebt.

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