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Kassenarzt-Chef wirbt für Anschreiben für Impftermine

31.01.2021 - Erst ein langsamer Impfstart, dann die Verschiebung von Impfterminen wegen Lieferverzögerungen: Bei den Impfungen auch in Brandenburg gibt es weiter Probleme. Der Chef der Kassenärzte hat einige Ideen, wie es leichter werden soll, an Impftermine zu kommen.

  • Peter Noack, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB). Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Peter Noack, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB). Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), Peter Noack, hat zur Entlastung des Ansturms bei der Hotline für Corona-Impftermine persönliche Schreiben vorgeschlagen. «Man könnte darüber diskutieren, alle Impfberechtigten anzuschreiben und das mit der Telefon-Hotline zu kombinieren», sagte Noack der Deutschen Presse-Agentur vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern. Bisher können sich über 80-Jährige oder Medizin-Beschäftigte nur über die zentrale Rufnummer 116 117 für einen Impftermin in Brandenburg anmelden. Dazu kommen Terminverschiebungen wegen Lieferschwierigkeiten der Impfhersteller.

Der Kassenarzt-Vorstandschef brachte auch eine Online-Warteliste ins Gespräch. «Eine Warteliste kann man immer offen gestalten, egal ob da 1000 drin sind oder eine Million», sagte Noack. «Wenn ich sie vernünftig strukturiere nach Regionen, kann ich sie automatisch zuordnen zu Impfzentren.» Wenn die Bürger die Information hätten, dass sie geimpft werden könnten, könne man aktiv auf sie zugehen und Termine vergeben. Die Linksfraktion fordert schon länger Online-Termine.

Die Impfungen gegen das Coronavirus waren zunächst schleppend gestartet, dann ging es besser voran. Mit der Lieferverzögerung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer mussten jedoch rund 9000 Termine von Erstimpfungen abgesagt werden, der geplante Zeitraum zwischen Erst- und Zweitimpfung wurde von drei auf vier Wochen erweitert. Priorität hat nach Angaben von Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) weiter die Impfung von Bewohnern und Personal in Pflegeheimen.

Der KV-Chef bat um Verständnis. «Wenn Sie keine Sicherheit mehr haben, dass fortlaufend Impfstoffdosen kommen, dann haben Sie auch keine Sicherheit mehr, dass Sie am Ende eine Zweitimpfung machen können. Das führte dazu, dass wir an ein paar Erstimpfungen sparen mussten, deshalb die Absage von ungefähr 9000 Erstimpfungsterminen.» Noack kündigte an: «Wenn es wieder mit dem Impfen losgeht, dann werden sie ganz vorne eingetütet und werden aktiv angerufen.»

Alle Impfzentren außer in Potsdam, Cottbus und Schönefeld impften vermindert mit etwa 70 Impfungen pro Tag, sagte der KV-Chef. «Es war uns wichtig, dass sie ans Netz gehen, weil man damit zeigen kann, dass man flächendeckend in Brandenburg mit Impfzentren vertreten ist. Wenn sie erstmal stehen und in kleiner Intensität arbeiten, kann man sie sehr schnell wieder hochfahren.» In Potsdam, Cottbus und künftig auch in Schönefeld würden nur Zweitimpfungen vorgenommen. Bisher sind elf Impfzentren für über 80-Jährige und Medizinpersonal geplant, neun haben geöffnet. Offen ist, ob es bis zu 18 Zentren geben wird - eines in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt.

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