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Kindesmissbrauch: Langfährige Strafen für Mutter und Partner

02.03.2020 - Ein 56-Jähriger ist wegen Missbrauchs der Tochter seiner Lebensgefährtin zu acht Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt worden. Die mitangeklagte Mutter des Opfers erhielt vier Jahre und zehn Monate Haft. Das Berliner Landgericht sprach den Mann am Montag des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes sowie einer Schutzbefohlenen in insgesamt 26 Fällen schuldig. Die 49-jährige Mutter wurde wegen Beihilfe in vier Fällen verurteilt.

  • Die Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Die Serie begann im November 2004, als das Mädchen zwölf Jahre alt war», so das Gericht. Spätestens im Mai 2006 habe die Mutter gewusst, was mit ihrer Tochter geschehe. «Sie erwischte ihren Lebensgefährten beim Geschlechtsverkehr, beschützte ihr Kind aber nicht.» Mit 13 Jahren sei die Schülerin schwanger geworden. Die Mutter habe nichts getan, um weitere Übergriffe zu verhindern.

Das Mädchen war 14 Jahre alt, als es zum Schwangerschaftsabbruch kam. Danach wurde gegen den heute 56-Jährigen ein Verfahren eingeleitet, das im Mai 2008 mit zwei Jahren Haft auf Bewährung wegen Missbrauchs endete. Damals hatte das Mädchen laut Ermittlungen keine weiteren Taten erwähnt. Ende 2011 habe sie als 19-Jährige Anzeige erstattet. Im August 2016 wurde Anklage gegen das Paar erhoben.

In dem teilweise nicht öffentlichen Prozess hatte der Mann sexuelle Handlungen zugegeben und von einer «Beziehung» gesprochen. Seine Verteidiger plädierten auf eine deutlich mildere Strafe. Die Anwälte der Mutter, die Freispruch verlangten, kündigten bereits Rechtsmittel an. Das Gericht folgte mit dem Urteil den Anträgen der Staatsanwältin. Wegen der überlangen Verfahrensdauer sollen jeweils neun Monate der Strafe als verbüßt gelten, so die Richter. Die Angeklagten, die sich wegen des Verfahrens nicht in Haft befanden, bleiben zunächst frei.

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