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Kindesmissbrauchs-Prozess ausgesetzt: Schöffin befangen

20.03.2019 - Berlin (dpa/bb) - Der Prozess gegen einen 38-jährigen Erzieher, der zwei Kinder eines befreundeten Paares über Jahre hinweg missbraucht haben soll, ist kurz nach Beginn ausgesetzt worden. Eine Schöffin habe erklärt, sie kenne den Angeklagten aus ihrem privaten Bereich und fühle sich nicht in der Lage, unbefangen über die Tatvorwürfe urteilen zu können, teilte die Vorsitzende Richterin am Mittwoch mit. Der zweite Prozessanlauf sei mit einem anderen ehrenamtlichen Richter für den 2. April geplant.

  • Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Angeklagte war vor neun Tagen auf Anordnung des Kammergerichts der Hauptstadt aus der Untersuchungshaft entlassen worden, weil die gesetzliche Frist von sechs Monaten zwischen Inhaftierung und Beginn eines Prozess abgelaufen war. Zum Gerichtstermin war er nun aus der Freiheit erschienen.

Dem Erzieher werden rund 50 sexuelle Übergriffe in der Zeit von 2009 bis 2017 zur Last gelegt. Die beiden Opfer sollen bei den ersten mutmaßlichen Taten vier beziehungsweise sechs Jahre alt gewesen sein. Dem Mann wird zudem die Herstellung von Kinderpornografie vorgeworfen. Mehr als 25 000 Dateien habe die Polizei sichergestellt.

Der Verdächtige, der auch ehrenamtlicher Betreuer in Feriencamps gewesen sei, wurde Ende August 2018 festgenommen. Das Kammergericht entschied in der vorigen Woche, dass der mutmaßliche Sexualstraftäter wegen rechtsstaatswidriger Verzögerung aus der Untersuchungshaft zu entlassen sei. Die Richter kritisierten nach Medienberichten unter anderem eine «personelle Unterausstattung» des strafrechtlichen Bereichs der Berliner Justiz.

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