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Kohleausstieg: Erste konkrete Pläne für Region Cottbus

19.07.2019 - Berlin (dpa) - Für die Region Cottbus in der Lausitz gibt es im Zuge des geplanten Kohleausstiegs erste konkrete Entschädigungspläne der Politik. Wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» («F.A.Z.») am Freitag berichtet, soll die in Cottbus ansässige Regionaldirektion des Rentenversicherers Knappschaft-Bahn-See zusätzliche Aufgaben und Personal bekommen.

  • Die Kühltürme des Braunkohlekraftwerkes Jänschwalde sind hinter dem ehemaligen Braunkohletagebau zu sehen. Foto: Patrick Pleul/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Kühltürme des Braunkohlekraftwerkes Jänschwalde sind hinter dem ehemaligen Braunkohletagebau zu sehen. Foto: Patrick Pleul/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Neben ihren angestammten Aufgaben soll die Knappschaft dort künftig die Verwaltung staatlicher Förderprogramme aller Art übernehmen, zunächst vor allem Programme des Europäischen Sozialfonds (ESF). Das geht dem Bericht zufolge aus einem Gesetzentwurf des Arbeits- und Sozialministeriums hervor, der der «F.A.Z.» vorliegt.

Zur möglichen Zahl der geplanten neuen Stellen bei der Knappschaft in Cottbus wollte sich deren Sprecher gegenüber der Zeitung noch nicht äußern. Er bestätigte jedoch, dass ein Ausbau des Standorts schon in Vorbereitung sei. Bisher arbeiten im Bereich der Regionaldirektion Cottbus seinen Angaben zufolge etwa 1200 Beschäftigte.

Das Bundesarbeitsministerium bestätigte den Bericht. Minister Hubertus Heil (SPD) sagte der Deutschen Presse-Agentur, es sei Aufgabe von Politik und Gesellschaft, den Menschen in den vom Strukturwandel besonders betroffenen Regionen neue Chancen und langfristige Beschäftigungsperspektiven zu eröffnen. «Das packe ich jetzt an, indem wir der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See am Standort Cottbus neue Aufgaben übertragen und somit mehrere Hundert neue Arbeitsplätze dort schaffen.»

Die Regierung hatte zugesichert im Zuge des Ausstiegs aus der Stromerzeugung durch Kohleverbrennung die betroffenen Regionen zu unterstützen und insgesamt 5000 Arbeitsplätze zu schaffen. Für den Strukturwandel in der Lausitz, im Mitteldeutschen und im Rheinischen Revier sollen über die nächsten zwei Jahrzehnte insgesamt bis zu 40 Milliarden Euro vom Bund in die Länder fließen.

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