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Kokainhandel: Sechs Männer auf der Anklagebank

11.06.2019 - Berlin (dpa/bb) - Eine mutmaßliche Bande von Drogenhändlern soll ihre illegalen Geschäfte wochenlang in einer Art «Schichtsystem» betrieben und in Berlin-Kreuzberg rund 12 000 Konsumeinheiten verkauft haben. Rund ein Jahr später hat vor dem Landgericht der Prozess gegen sechs Männer begonnen. Laut Staatsanwaltschaft soll die Gruppierung mehr als sechs Kilogramm Kokain verkauft und dadurch etwa 430 000 Euro erlangt haben. Vier der 24- bis 29-Jährigen hätten als Bandenmitglieder agiert. Ob sich die Angeklagten zu den Vorwürfen äußern werden, blieb zu Prozessbeginn am Dienstag offen.

  • Amtsschilder vom Landgericht Berlin und der Staatsanwaltschaft Berlin. Foto: Jens Kalaene/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Amtsschilder vom Landgericht Berlin und der Staatsanwaltschaft Berlin. Foto: Jens Kalaene/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die mutmaßliche Bande soll Ermittlungen zufolge zwischen Ende April und Mitte Juli 2018 fast täglich mit Kokain gehandelt haben. Abnehmer hätten sich telefonisch gemeldet. Mit den potenziellen Erwerbern sei ein Ort zur Übergabe vereinbart worden. Ein 29-jähriger Angeklagter sei von den mutmaßlichen Komplizen oft als «Chef» oder «Onkel» bezeichnet worden. Er sei Organisator der Gruppierung gewesen und habe den Nachschub für die sogenannten Läufer beschafft, die die einzelnen Verkäufe abgewickelt hätten. «Die Läufer waren in einer Art Schichtsystem eingeteilt», heißt es in der Anklage.

Drei der Angeklagten sollen als «Läufer» in der Gruppierung tätig gewesen sein. Zwei weiteren Angeklagten wird Beihilfe zur Last gelegt. Sie hätten die «Läufer» vor Polizeikontrollen gewarnt. Im Dezember 2018 wurden mehrere der Angeklagten festgenommen. Der Prozess wird am 13. Juni fortgesetzt.

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