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Krankenhausärzte klagen über Zeitaufwand für Bürokratie

23.01.2020 - Berlin (dpa) - Ärzte in deutschen Krankenhäusern müssen sich aus ihrer Sicht zu sehr mit bürokratischen Tätigkeiten beschäftigen. Dies ist nach einem Bericht der Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag) ein Ergebnis einer Umfrage des Marburger Bundes unter diesen Medizinern. 60 Prozent der Ärzte seien täglich drei Stunden und mehr mit bürokratischen Aufgaben befasst. Bei jedem Dritten (35 Prozent) seien es sogar vier Stunden und mehr. Im Jahr 2013 gaben demnach bei einer vergleichbaren Umfrage nur acht Prozent der Klinikärzte an, mehr als drei Stunden pro Tag mit Verwaltungstätigkeiten befasst zu sein.

  • Ein Arzt schaut sich in einem Krankenhaus eine Patientenkartei an. Foto: Oliver Berg/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Arzt schaut sich in einem Krankenhaus eine Patientenkartei an. Foto: Oliver Berg/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Marburger Bund befragt alle zwei Jahre seine Mitglieder zu deren Arbeitsbedingungen. Die Ergebnisse der jüngsten Umfrage sollen am Donnerstag vorgestellt werden.

«Wir ersticken buchstäblich in Bürokratie», sagte die Vorsitzende des Marburger Bundes, Susanne Johna, den Funke-Zeitungen. «Es ist schlichtweg ein Skandal, wie viel Arbeitskraft und Arbeitszeit mit Datenerfassung und Dokumentation vergeudet wird.» Johna forderte die Politik auf, die Krankenhäuser von bürokratischen Reglementierungen zu befreien.

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