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Labbadia nimmt Abschied von Europa: Cunha nur Joker

18.01.2021 - Anspruch und Wirklichkeit liegen bei Hertha BSC weit auseinander. Trainer Bruno Labbadia will sich zum Abschluss der Hinrunde aber nur noch mit den Realitäten auseinandersetzen - zumal Offensivstar Cunha weiter angeschlagen ist. Europa bleibt in einer anderen Dimension.

  • Berlins Trainer Bruno Labbadia verlässt das Spielfeld. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Berlins Trainer Bruno Labbadia verlässt das Spielfeld. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In der großen Januar-Tristesse von Hertha BSC hat Trainer Bruno Labbadia das von Investor Lars Windhorst ausgerufene Ziel Europapokal abgeschrieben. «Erstmal tun wir gut daran, die Situation anzunehmen, die wir haben», sagte der Coach des Berliner Fußball-Bundesligisten vor dem letzten Spiel der Hinrunde am Dienstag (20.30 Uhr/Sky) im Olympiastadion gegen die TSG 1899 Hoffenheim. «Wir verschließen die Augen nicht, dass wir noch nicht so weit sind und uns mehr Punkte erwünscht haben», sagte Labbadia.

Auch Manager Michael Preetz beschäftigt sich als Halbzeit-Bilanz eher mit den Realitäten als mit den im vergangenen Sommer noch forcierten internationalen Perspektiven. «Wir werden hier keinen finden, der von Zufriedenheit spricht. Wir wollen das schleunigst ändern», sagte Preetz am Montag bei der digitalen Spieltagskonferenz von Hertha BSC. Windhorst hofft grundsätzlich auf eine Entwicklung der Mannschaft in Richtung Champions League. Geschäftsführer Carsten Schmidt hatte für Januar eine bessere Punkteausbeute gefordert.

Vor dem Duell mit Hoffenheim, das unter Trainer Sebastian Hoeneß, dem Sohn von Herthas Ex-Manager und Preetz-Vorgänger Dieter Hoeneß, auch eine enttäuschende Hinrunde spielte, sind die Berliner mit 17 Punkten nur Tabellen-13. Auf Platz sieben, der die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb ermöglichen könnte, beträgt der Rückstand neun Punkte. Die Abstiegszone ist nur fünf Zähler entfernt. Zuletzt gelang gegen die Abstiegskandidaten Arminia Bielefeld (0:1) und 1. FC Köln (0:0) kein Tor.

«Die Gefahr ist immer da, sonst würden Mannschaften, die vermeintlich mehr Potenzial haben, nicht hinten drinstecken», sagte Labbadia auf die Frage, ob ein Team mit viel größeren Ambitionen und Qualitäten in den Abstiegstrudel geraten könne. Dass dies auch für sein Team zutreffe, sagte Labbadia nicht. «Die Probleme liegen auf der Hand, dass wir keine Konstanz reinbekommen haben. Immer, wenn man dachte, wir gehen über den Berg, haben wir wieder einen Rückschritt gemacht», beschrieb der 54-Jährige den Jojo-Kurs seines Teams.

Gegen Hoffenheim kann Labbadia erneut nicht mit Offensivspieler Matheus Cunha in der Startelf planen. Der Brasilianer ist wegen seiner Leistenprobleme weiterhin nicht fit für 90 Minuten. «Nein, das kann er nicht sein, nach den letzten Wochen, die er hinter sich hat», sagte Labbadia. Der Trainer plant mit dem 21-Jährigen aber wie am Samstag beim 0:0 in Köln als Joker. «Man hat gesehen, dass er uns helfen kann.» Am Sonntag habe Cunha leicht trainieren können.

Mit personellen Alternativen kann Labbadia weder kurzfristig noch mittelfristig rechnen. Gegen Hoffenheim fehlen weiter die verletzten Dedryck Boyata (Fuß), Javairo Dilrosun (Knie), Marvin Plattenhardt, Eduard Löwen und Marton Dardai (alle muskuläre Probleme). In den letzten zwei Wochen der Wechselfrist beschäftigt sich Preetz zudem weiterhin nur dosiert mit möglichen Verstärkungen. «Wenn es eine Gelegenheit gibt, die uns überzeugt, würden wir agieren», sagte er.

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