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Ländlichen Regionen: 10 Millionen Euro für Kliniken

09.07.2019 - Damit die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum abgesichert ist, wird «bedarfsnotwendigen» Krankenhäusern eine Finanzspritze gewährt. Welche das sind, wird jährlich neu festgelegt. Von dem Zuschlag profitiert in Brandenburg knapp die Hälfte der Häuser.

  • Andreas Büttner (Die Linke), Gesundheitsstaatssekretär. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Andreas Büttner (Die Linke), Gesundheitsstaatssekretär. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Potsdam/Berlin (dpa/bb) - Um die Versorgung im ländlichen Raum zu gewährleisten, erhalten 26 Brandenburger Krankenhäuser eine zusätzliche Finanzspritze. Nach Angaben des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) sollen sie jeweils 400 000 Euro erhalten. Der sogenannte Sicherstellungszuschlag soll ab dem Jahr 2020 an Häuser gehen, die für die Notfallversorgung oder die Geburtshilfe in einer Gegend wichtig sind.

Unter den 26 Häusern ist das Klinikum Niederlausitz am Standort Lauchhammer (Landkreis Oberspreewald-Lausitz), das Sana Krankenhaus Templin (Uckermark) und die Oberhavel-Kliniken am Standort Gransee (Oberhavel), wie sich aus der GKV-Liste ergibt. Bundesweit erhalten 120 Kliniken insgesamt 48 Millionen Euro.

Gesundheitsstaatssekretär Andreas Büttner (Linke) sagte angesichts der Förderung: «Es ist dringend notwendig, dass der Bund und die Krankenkassen sich stärker an der Krankenhausfinanzierung beteiligen.» Krankenhäuser seien die zentralen strukturellen Anker der Gesundheitsversorgung, insbesondere im ländlichen Raum. Qualität in der Krankenhausversorgung bedeute auch, dass die Angebote für die Bevölkerung erreichbar seien. In Brandenburg gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums 57 Krankenhäuser.

Um die Versorgung in ländlichen Regionen zu sichern, sollen daher bedarfsnotwendige Kliniken ab 2020 die Finanzspritze erhalten. Welche das sind, soll jährlich neu nach bestimmten Kriterien festgelegt werden. Auf die aktuelle Liste verständigten sich die Krankenkassen und die Krankenhausgesellschaft.

Für den Zuschlag kommen Kliniken mit Fachabteilungen für Innere Medizin und Chirurgie sowie für Geburtshilfe in Frage. Zu den durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten Voraussetzungen zählt unter anderem eine Bevölkerungsdichte von weniger als 100 Einwohnern pro Quadratkilometer. Auch ist relevant, für wie viele Patienten die Schließung eines Standortes Fahrtzeiten von mehr als 30 Minuten mit dem Auto zur nächsten Klinik bedeuten würden. Der Sicherstellungszuschlag wird jedoch auch dann ausgezahlt, wenn die entsprechenden Kliniken kein Defizit haben, wie die GKV mitteilte.

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